11ER: Der Start der SG Ruwertal II verlief mit sechs Niederlagen nicht optimal, doch zuletzt konnten gegen Züsch die ersten Punkte eingefahren werden. Wie bewerten Sie diese Auftritte?
Nicolas Repplinger: Wir hatten ursprünglich das Ziel, auch gegen die Topteams den ein oder anderen Punkt zu gewinnen. Davon gab es ja am Anfang einige. In den ersten sechs Spieltagen haben wir schon gegen fünf gespielt. Gerade deshalb wäre es wichtig gewesen, gegen Pluwig zu punkten. Vor allem die Spiele gegen die direkten Konkurrenten sind entscheidend, wenn man die Klasse sichern will. Gegen Züsch konnten wir jetzt Punkte mitnehmen, aber die Niederlage gegen Pluwig schmerzt immer noch. Gegen die meisten Topteams waren wir ehrlicherweise chancenlos.
11ER: Sie haben viele erfahrene Spieler in der Mannschaft, aber auch einige junge. Die Altersstruktur passt also. Was sind die Entwicklungsziele für die nächste Zeit?
Nicolas Repplinger: Die Altersstruktur ist ab diesem Jahr sehr gut. Wir haben sechs Spieler des 2002er-Jahrgangs aus der A-Jugend bekommen und können jetzt den Umbruch einleiten. Das bedeutet, dass wir die jungen Spieler integrieren möchten. Bisher klappt das gut und fast alle konnten schon einige Spielzeit sammeln, zwei, drei schaffen es sogar regelmäßig in die Startelf. Die erfahren Spieler sollen sie ein Stück weit an die Hand nehmen, denn es ist klar, dass es nicht sofort von null auf hundert gehen kann. Bei allem Potential, das die Jungen mitbringen, müssen sie sich erst an den Seniorenfußball gewöhnen. Ein Umbruch braucht seine Zeit und aktuell gelingt uns der Spagat noch nicht optimal. Vielleicht hätten wir in dem ein oder anderen Spiel auch besser aussehen können, aber das gehört bei einem Umbruch dazu. Daraus können wir alle lernen.
11ER: Tobias Holzknecht und Max Müller sind zwei dieser jungen Spieler, die bereits einige Spieler absolvierten. Welchen Eindruck haben sie in diesen Partien hinterlassen?
Nicolas Repplinger: Sie haben einen sehr guten hinterlassen. Beide sind spielstarke Innenverteidiger mit einem guten Spielaufbau. Da haben sie von ihren guten Trainern in der Jugend profitiert. Aber auch sie müssen sich noch an die Körperlichkeit gewöhnen, die im Seniorenbereich eine andere ist, und in der ein oder anderen Situation cleverer agieren. Kommt zu ihrem spielerischen Potential noch diese Erfahrung, werden sie in den nächsten zwei, drei Jahren richtig gute B-Klassen-Spieler und potentiell auch Kandidaten für die erste Mannschaft.
11ER: Im kommenden Spiel wartet der FC Schöndorf, der sich in diesem Jahr äußerst ungern geschlagen gibt. Was für einen Gegner erwarten Sie?
Nicolas Repplinger: Schöndorf ist eine sehr geschlossene Mannschaft. Ich habe ihre Ergebnisse verfolgt und auch die besseren Mannschaften in der Liga haben es gegen sie enorm schwer gehabt. Sie haben gegen Schweich, Fell und Bekond Punkte mitgenommen – das spricht für ihre Mannschaft. Neben einer geschlossenen Mannschaft haben sie mit Mike Mokelke, Lucas Jungandreas, Timo Neumann und Kevin Greilich auch drei, vier Unterschiedsspieler. Die gilt es in den Griff zu bekommen.
11ER: Wie sieht es personell vor dem Schöndorf-Spiel aus?
Nicolas Repplinger: Generell haben wir einen sehr breiten Kader. Wir trainieren durchschnittlich mit 18 Spielern, was als Trainer natürlich toll ist. Dominik Stehle ist leider mit einer Gelb-Roten gesperrt, was uns weh tut. Auch drei andere sind angeschlagen. Aber selbst wenn die nicht fit werden sollten, sind wir in der Breite so gut aufgestellt, dass wir das auffangen können.