11ER: Wie bewerten Sie das 2:2 am Sonntag in Geisfeld?
Kevin Schmitt: In Geisfeld trafen wir auf einen unangenehmen Gegner, bei dem es für niemanden so einfach ist, drei Punkte mitzunehmen. Die eingeforderte Reaktion nach dem mageren Auftritt gegen Speicher haben wir gezeigt und auch mit der Leistung bin ich absolut zufrieden. Wir haben gut verteidigt und auch gute Momente nach vorn gehabt. Zwei individuelle Fehler haben uns den Sieg gekostet, der für meine Begriffe auch verdient gewesen wäre.
Schmitt: Unabhängig vom Gegner gehen wir genauso in dieses Spiel wie jedes Wochenende auch. Wir kennen mittlerweile auch Arzfeld recht gut, es wird nach dem Pokalspiel von vor ein paar Wochen eine vollkommen neue Standortbestimmung. Arzfeld ist eine eingespielte, kompakte und körperlich präsente Mannschaft, doch wir wollen grundsätzlich jedes Spiel gewinnen.
Schmitt: Die Lehren haben sich nicht erst seit jenem Rheinlandpokalspiel abgezeichnet. Auch in Geisfeld haben wir es nicht geschafft, aus nur vier, fünf Chancen mehr Kapital daraus zu schlagen. Wir müssen solche Sachen, auch wenn es nur wenige Möglichkeiten sind, effektiver nutzen. Es wird ein ähnliches Spiel wie in Geisfeld. Wir müsen im letzten Drittel die richtigen Entscheidungen treffen. Und ich bin überzeugt davon, dass wir unsere Momente nach vorn haben werden.
Schmitt: Ich sehe bei Janik eine sehr positive Entwicklung, wobei er sich das Prädikat Straßenfußballer auch verdient hat. Janik bringt die Mentalität mit und identifiziert sich mit dem Verein und der Mannschaft. Er ist als Linksverteidiger und offensiver Flügelspieler einsetzbar und hat stets gute Momente nach vorn. Er bringt zudem jede Menge Geschwindigkeit mit, geht im Dribbling oft und gut ins Eins-gegen-eins und ist ein super wichtiger Spieler für uns. Die Bezeichnung Giftzwerg ist dabei im positiven Sinne gemeint.
Schmitt: Philippe ist ein sehr zuverlässiger Spieler und seit Jahren im Verein. Er ist super schnell, clever und in der Innen- sowie Außenverteidigung flexibel einsetzbar. Philippe pflegt zudem ein tiefes Passspiel und besitzt einen guten Abspielmoment.
Schmitt: Wir haben es am liebsten, wenn wir facettenreich sind und verfolgen auch gewisse Prinzipien: Das kann mit oder ohne n Ball sein, hin und wieder müssen wir unsere Taktik auch der des Gegners anpassen, es gibt kein Schema F. Das schließt nicht aus, dass wir unser Anlaufverhalten beispielsweise dem jeweiligen Spielgeschehen oder Situation anpassen. Wir haben unsere Stärken in einigen Systemen, die wir spielen können. Das betrifft das aggressive Nach-vorne-Verteidigen genauso wie die tornahen Ballgewinne, um schnell in den Rücken des Gegners zu kommen. Wir sind da in der Herangehensweise sehr variabel. Das nimmt bei der Trainingsgestaltung auch sehr viel Zeit in Anspruch.