11ER: Ihre Mannschaft hatte am Wochenende spielfrei und konnten die Liga als Außenstehender verfolgen. Wer steht bei Ihnen in diesem Jahr oben auf dem Zettel?
Jens Hoffmann: Schweich sehe ich auf jeden Fall wieder weit oben mit dabei. Bekond und die Fidei ebenfalls. Riol habe ich auch sehr stark eingeschätzt. Das war am Wochenende natürlich ein kurioses Ergebnis gegen Gutweiler, doch sie zählen weiter zu der Gruppe der Topmannschaften. Ich denke, es werden fünf, sechs Mannschaften sein, die oben mitspielen. Da wird es am Ende auch darauf ankommen, wer den längeren Atem hat und verletzungsfrei bleibt. Das Zeug oben zu stehen, haben auf jeden Fall einige Mannschaften.
11ER: Sie haben einige Zeit den SV Kell trainiert und nach der wohl etwas überraschenden SG-Bildung zwischen rivalisierenden Vereinen die neue SG Niederkell übernommen. Das erste Jahr lief gut, wie soll sich die Mannschaft in diesem Jahr weiterentwickeln?
Jens Hoffmann: Wir wollen wie im letzten Jahr schnellstmöglich zusammenfinden und uns dann im spielerischen Bereich weiter verbessern. Die Jungs kennen sich aus der gemeinsamen Jugend, daher ist die Rivalität nicht mehr so, wie sie vielleicht vor zehn Jahren noch war. Dadurch das sich die Spieler untereinander kennen, sind sie auch schnell zu einem eingeschworenen Haufen geworden. An Bereichen wie einem schnellen Umschaltspiel und dem absoluten Willen, jedes Spiel gewinnen zu wollen, werden wird weiter arbeiten. Die Mannschaft ist noch recht jung, hat aber mit Jonas Hans und Jan Ames auch zwei Spieler um die 30, die Verantwortung übernehmen. Damit fangen die Jüngeren aber auch an, coachen sich teils gegenseitig und geben Kommandos. Es sind alles gute Jungs, die guten Fußball spielen können. Es macht wirklich Spaß sie zu trainieren. Dank der hohen Trainingsbeteiligung können wir auch gut taktische Dinge einstudieren, die die Jungs gut umsetzen.
11ER: Im letzten Aufeinandertreffen konnte man die Schweicher mit 3:1 am Winzerkeller schlagen. Welche Erinnerungen haben Sie an dieses Spiel?
Jens Hoffmann: Wir haben das Mittelfeld damals sehr gut eng gemacht und schnell nach vorne gespielt. So konnten wir uns Torchancen erarbeiten, die wir genutzt haben. Die Chancenverwertung war bisher immer unser Manko, aber an diesem Tag haben wir aus vier guten Chancen drei Tore gemacht. Wir haben den Gegner auch eng gepresst, wogegen Schweich an diesem Tag keine Mittel gefunden hat. Unser Umschaltspiel hat hervorragend funktioniert.
11ER: Die Schweicher Reserve hat in diesem Jahr nochmals an Qualität gewonnen. Wo sehen Sie die Stärken des kommenden Gegners?
Jens Hoffmann: Schweich ist eine technisch gut ausgebildete Mannschaft, die von einem Kunstrasen und einer guten Jugendarbeit profitiert. Ihre Stärken haben sie mit Spielern wie Oltmanns auf jeden Fall im Angriff. Da wartet auf unsere Abwehr ein gutes Stück Arbeit.
11ER: Wie sieht es personell am Wochenende aus?
Jens Hoffmann: Wir haben mit Jan Zender einen Langzeitverletzten, der uns wahrscheinlich noch lange fehlen wird. Auch Johannes Engler fällt aus. Wir haben aber einen großen Kader und werden eine gute Truppe auf dem Platz haben.