11ER: Im Pokal glückte Ihrer Mannschaft ein 5:1 gegen Matthias II und im ersten Ligaspiel ein 5:0 gegen Euren. Wie bewerten Sie die ersten Auftritte Ihrer Mannschaft?
Markus Schwind: Der Start war gut. Generell ist es ja immer gut, wenn man als Fußballer Spiele gewinnt. Das bringt Leichtigkeit und Spaß ins Training und man merkt, dass trotzdem richtig Zug dahinter ist. Wir hatten gestern volle Kapelle und 24 Mann im Training. Deshalb weiß auch jeder Spieler, dass er Gas geben muss, wenn er am Wochenende spielen will.
11ER: Der Konkurrenzkampf im Tarforster Kader ist also hoch?
Schwind: Ja, weil unser Kader zwangsläufig breiter ist. Da immer mal wieder Leute nicht da sein können, ist das aber auch nötig. Ansonsten kannst du in der Kreisliga A nicht bestehen.
11ER: Sie waren lange Zeit A-Jugend-Trainer beim FSV und einige Spieler rückten mit Ihnen in den Seniorenbereich auf. Wo sehen Sie für Jugendspieler die größten Hindernisse beim Übergang in den Seniorenbereich?
Schwind: Das größte Hindernis sehe ich darin, dass sie sich in eine bestehende Mannschaft integrieren müssen. In der A-Jugend sind alle Spieler durch die Altersstruktur auf Augenhöhe. Bei den Senioren ist das anders. Unser Kapitän Marcel Dammer ist zum Beispiel ein sehr erfahrener und guter A-Klassen-Spieler, der auch höherklassig Erfahrung sammelte. Das sind Führungspersönlichkeiten, denen sich junge Spieler unterordnen müssen. Gleichzeitig sollen Jugendspieler aber auch Leistung bringen. Da müssen viele die Balance finden.
11ER: Die Rollen sind bei den Senioren also klarer verteilt als in der Jugend?
Schwind: In der A-Jugend musst du als Trainer ein paar Sachen klarer ansprechen. Da muss man oft vorgeben, wer auf dem Platz Kommandos geben soll. Ist das einmal geschehen, glauben dann aber viele andere, dass sie jetzt auch mitreden können. Bei den Senioren ist das alles klarer verteilt. Das sind jedoch Dinge, von denen Jugendspieler profitieren. Sie bekommen klar vorgeben, was sie tun müssen und erhalten klare Anweisungen von den erfahreneren Spielern. Dadurch können sie sich mehr auf ihre Leistung konzentrieren.
11ER: Welchen Fußball wollen Sie von Ihrer Mannschaft in diesem Jahr sehen?
Schwind: Ich war früher Torwart, will aber einen offensiven Fußball sehen. Ich bin ein Fan von zwei Kontakten und Direktspiel, schnellen Laufwegen, davon, sich Räume zu erspielen und den Gegner in Bewegung zu bringen. Das ist der Fußball, der mich begeistert. Wer uns in der Kreisliga schauen kommt, soll offensiven Fußball sehen.
11ER: Nach dem Spiel gegen Euren sagten Sie, dass, immer wenn Euren in die Zweikämpfe kam, der Ball meist schon wieder weg war. Ist dieses schnelle Offensivspiel auch gegen Olewig das Mittel der Wahl?
Schwind: Generell sind wir eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Ob das immer so klappt wie gegen Euren, ist aber eine andere Frage. Gegen Olewig wird es ein anderes Spiel werden. Sie haben das Auftaktspiel verloren und spielen jetzt zuhause auf ihrem Rasen, wo sie ein anderes Gesicht zeigen wollen. Das sind alles Faktoren, die wir nicht beeinflussen können. Was wir beeinflussen können, ist, mit der richtigen Einstellung und der Bereitschaft kämpferisch und läuferisch alles zu geben, auf den Platz zu gehen.
11ER: Wie wird Ihr Kader am Wochenende besetzt sein?
Schwind: Wir haben eine volle Kapelle. Lukas Schneider ist mit einer Zerrung noch angeschlagen. Wir sind aber, wie gesagt, breit besetzt und werden sogar einige aus dem Spieltagskader streichen müssen.
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