Dem SV Lüxem ist die Revanche für die beiden im Vorjahr kassierten derben Niederlagen (2:13 in Summe) mit einer durchgängig soliden Leistung gelungen.
Während Derbygegner Laufeld/Buchholz sein viertes Spiel in Folge verliert, avanciert der 3:1-Erfolg des SV Lüxem zu einem eminent wichtigen Sieg, mit dem die Grünewälder am Gegner im Klassement vorbeiziehen. Zunächst sorgte Laufelds Angreifer Jonas Salzburger in der 15. Minute für eine frühe Führung (stand am zweiten Pfosten völlig blank), die Benny Sorge noch vor der Pause egalisierte – 1:1 (41.). Finn Hermann hatte sich zuvor über außen durchgesetzt. Nach dem Wechsel wurde der SVL aktiver und bog nach dem Treffer zum 2:1 von Detsit Choompong auf die Siegerstraße ein (51.). Choompong hatte sich bei einem Pressschlag gegen Peter Borsch behauptet. Nachdem Laufelds Leon Horrell sieben Minuten später Gelb-Rot sah und die Hausherren numerisch in Überzahl agierten, stellte Nick Stülb nach einem Konter und Klasse-Steckpass von Choompong den 3:1-Endstand her (71.). Laufeld inszenierte einige gefährliche Vorstöße und war insbesondere bei Standards gefährlich. Lüxems Spielertrainer Patrick Schmidt sah wegen einer angeblichen Schiedsrichterbeleidigung mit dem Schlusspfiff die Rote Karte. Der sah einen verdienten und sehr wichtigen Sieg. „Die ersten 15 Minuten haben wir ein bisschen verschlafen, weil wir nicht präsent waren und mit dem Fernglas gedeckt haben. So haben wir lange gebraucht, um den frühen Schock des Rückstandes abzuschütteln. Nach der Halbzeit agierten wir gieriger in den Zweikämpfen, waren viel präsenter, sodass das 2:1 eine Art Hallo-Wach-Effekt bei uns verursachte. Wir haben den Sieg mit Willen und Galligkeit mehr gewollt.“ Laufelds Coach Oleg Tintor konstatierte, dass „wir nach der Führung weitere gute Chancen zum zweiten Tor haben. Ein Fehler im Spielaufbau und eine Konzentrationsschwäche kurz nach der Halbzeit sowie die Gelb-Rote Karte gegen Leon Horrell haben uns den Stecker gezogen. Als wir aufgemacht haben, ist Lüxem durch eine schnelle Umschaltaktion zum 3:1 gekommen. Das war insgesamt zu wenig von uns.“ Durch die 1:3-Derbyniederlage sind die Vulkaneifeler nun auf den vorletzten Platz zurückgefallen.
Foto: Sandra Maes
