11ER: Der TuS Schillingen ist mit drei Siegen – den Pokal einberechnet – in die Saison gestartet, ehe am letzten Wochenende die erste Niederlage folgte. Wie bewerten Sie den Saisonstart mit Ihrer neuen Mannschaft?
Andreas Weber: Es ist schön, wenn man mit Siegen in die Saison startet, aber wir haben uns davon nicht blenden lassen. Am ersten Spieltag trafen wir auf Euren, die an diesem Tag ein schwacher Gegner waren. Gegen Weintal hatten wir das Spielglück auf unserer Seite und im letzten Spiel gab es die erste Niederlage. Ich denke noch immer, dass ein Punkt leistungsgerecht gewesen wäre und mit diesem hätten wir nach dem Spielverlauf zufrieden sein können. Manchmal passieren eben Fehler und diese führen zu solchen Niederlagen. Wir hatten das Glück auch schon auf unserer Seite und über eine Saison gesehen gleicht sich sowas aus. Wobei ich dazu sagen muss, dass wir es gegen Fell einfach nicht genug wollten.
11ER: Schillingen wurde in den vergangenen Spielzeiten auch scherzhaft „die alten Männer“ genannt. Wie ist es in dieser Saison um die Altersstruktur bestellt?
Weber: An unserer Altersstruktur hat sich nichts Grundlegendes verändert, doch das war mir schon im Vorfeld klar. Ich habe den Schnitt jetzt auch nicht gerade nach unten gebracht. Man darf aber nicht vergessen: Höheres Alter heißt nicht gleich weniger Qualität. Ich sehe unser Potenzial im Training. Aber ja, andere Mannschaften sind jünger und haben dafür andere Stärken, die sie einbringen können. Wir haben mit Josef Berger einen richtig jungen Spieler, doch grundsätzlich sind wir etwas älter. Haben Mannschaften ein hohes Tempo und sind sehr gut im Umschaltspiel, ist es für uns nicht leicht, zu verteidigen. Dafür haben wir eine enorme spielerische Qualität und können viele Tore mit einem guten Stellungsspiel verhindern. Diese Stärken müssen wir einbringen.
11ER: In welchen Bereichen sehen Sie bei Ihrer Mannschaft noch Luft nach oben?
Weber: Als neuer Trainer bringt man neue Impulse und eine neue Spielidee mit. Es geht weniger darum, wo Luft nach oben ist, sondern darum, sich aneinander zu gewöhnen. Es dauert, bis man eingespielt ist und die neuen Trainingsinhalte umsetzen kann. Gerade weil wir versuchen, in dieser Saison anders aufzutreten. In den letzten Jahren wurde sich auf die Defensive fokussiert, jetzt wollen wir offensiver spielen und mehr ins Risiko gehen. Das bringt mit sich, dass wir nach Ballverlusten auch mal offener stehen. Unsere Spielidee bleibt es aber, dominant aufzutreten und sich Torchancen zu erspielen. Wir wollen nicht warten, bis sich unter Umständen eine Situation ergibt, sondern selbst aktiv und kreativ werden.
11ER: Im nächsten Spiel wartet mit der SG Zewen ein Absteiger, der nur mäßig in die Saison fand. Wie können Sie diesen Gegner einschätzen?
Weber: Ehrlich gesagt kann ich Zewen gar nicht einschätzen. Schaut man sich das letzte A-Klassen-Jahr an, waren viele Mannschaften eng beieinander. Nach drei Spieltagen drei Punkte zu haben, ist nicht komfortabel, aber auch als Absteiger muss man in dieser Klasse erst einmal Fuß fassen. Da laufen manche Dinge vielleicht auch mal anders, als man es geplant oder sich gewünscht hat. Ich kenne Zewen nicht gut, erwarte aber einen griffigen, aggressiven Gegner, der mit drei Punkten in die Erfolgsspur finden will. Wir werden alles reinwerfen, um das Spiel für uns zu entscheiden. Es ist unser zweites Heimspiel und da zählt für uns nur das Maximum.
11ER: Wie sieht es personell vor dem Heimspiel aus?
Weber: Lukas Thielen hat ein bisschen Probleme mit dem Knie und ist noch fraglich. Ansonsten sieht es personell gut aus. Wir werden wie in den letzten Spielen wieder 15, 16 Mann dabei haben.
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