Ein fußballerischer Leckerbissen wurde das Duell im Tabellenkeller zwischen dem SV Schleid und der SG Franzenheim - wie erwartet – nicht.
Nach dem 1:0-Erfolg im Abstiegskracher darf der SV Schleid weiter auf den Ligaverbleib hoffen, während es für die Hochwälder zunehmend schwieriger wird, in der Bezirksliga zu verbleiben. Es war der erste Sieg im neunten Spiel in Folge, das die Eifeler mal wieder für sich entschieden. Tim Hartmann sorgte in der 63. Minute mit einem Handelfmeter für das goldene Tor. Erschwerend wirkte für die Gäste, die sich zwei Tage zuvor von ihrem Trainerduo Thomas Werhan/Michael Hassani überraschend getrennt hatten, die Rote Karte gegen Julian Völker, der vorm Sechzehner Marius Hugo als letzter Mann gefoult hatte (30.). Trotz Unterzahl blieb Franzenheim fokussiert und hätte zwingend in Führung gehen müssen. Doch David Ovidiu Rus setzte einen Elfmeter an den linken Außenpfosten (43.). Nach der Ampelkarte gegen Schleids Jannik Grün brachte der SVS den dünnen Vorsprung über die Zeit. „Es war kein gutes Spiel, doch letztlich ist es egal, wie er zustande kam. Wir haben dreckige drei Punkte eingefahren und zu Null gespielt“, genoss der Dreier für SV-Spielertrainer Taner Weins oberste Priorität. Seine Mannschaft könne jetzt befreiter aufspielen und er hoffe darauf, dass das Selbstvertrauen zurückkommt. „Es war das so dringend benötigte Erfolgserlebnis. Wie der Sieg zustande kam und dass er nicht mit einer spielerischen Glanzleistung vollbracht wurde, danach kräht in zwei Wochen kein Hahn mehr“, ergänzte Weins in seinem Kommentar. Philipp Mendgen, Routinier und Erster Vorsitzender des FSV Franzenheim, konstatierte: „Auch heute waren wir nicht vom Glück beseelt. Die Rote Karte war überzogen und hat uns letztlich den Stecker gezogen. Es wurde schwierig zu zehnt. David hat zuvor jeden seiner Elfmeter verwandelt. Das alles passt ins Bild momentan.“ Nach der Trennung von den beiden Trainern am Donnerstag hatte Jugendtrainer Daniel Meyer kurzfristig übernommen und wird das Team nach Angaben von Mendgen auch bis Saisonende begleiten. Wer neben Alexander Becker künftig in der sportlichen Verantwortung steht, ließ der Clubchef des FSV Franzenheim noch offen. Die Gespräche laufen.
Foto: Sandra Maes
