11ER: Anders als im vergangenen Jahr konnte die DJK Pluwig-Gusterath II im ersten Saisonspiel direkt einen Sieg einfahren. Wie groß war die Erleichterung, nach der schwierigen Vorsaison so gut gestartet zu sein?

Thomas Gouverneur: Die Erleichterung war bei Spielern, Trainern, Vorstand und Zuschauern riesengroß. Wir freuen uns sehr, einen Drei-Punkte-Start hingelegt zu haben. Nach der guten Vorbereitung haben wir darauf spekuliert, aber dass es klappt, ist umso schöner. Es war auch ein verdienter, wenn auch hart erkämpfter Sieg. Letztes Jahr haben wir mit nur zwölf Punkten die Klasse gehalten, jetzt nach einem Spieltag schon drei Punkte. Da ist die Freude riesig.

11ER: Sie haben bereits vor dem Saisonstart erwähnt, dass in dieser Saison ein breiterer Kader zur Verfügung steht. Was genau hat sich personell getan und welchen Eindruck haben die Neuen hinterlassen?

Gouverneur: Wir konnten drei A-Jugend-Spieler direkt eins zu eins bei uns einbauen. Alleine dadurch haben wir jetzt eine ganz andere Kaderbreite. Die A-Jugendlichen sind richtig heiß auf ihr erstes Seniorenjahr und stecken auch die erfahrenen Spieler mit ihrer Stimmung und fußballerischen Geilheit an. Das tut allen gut. Auch der A-Jugend-Torwart, den wir hochgezogen haben, ist top. Er benötigt nur noch ein paar Einheiten, weil er in der A-Jugend nicht regelmäßig trainieren konnte, hat aber schon einen guten Eindruck hinterlassen. Er wird ganz sicher seine Spielzeit bekommen. Allgemein konnten wir die jungen Spieler schon sehr gut integrieren. Auf der anderen Seite konnten wir auch erfahrene Spieler gewinnen, die vielleicht mal ein halbes Jahr pausierten oder zurück nach Pluwig zogen. Das sind auch drei, die wir ohne zu zögern ins Spiel werfen können.

11ER: Mit Christian Guth und Dennis Erschens, die derzeit als spielende Co-Trainer fungieren, stehen Ihre Nachfolger für die kommende Saison bereits fest. Welche Rolle übernehmen die beiden auf dem Feld?

Gouverneur: Wir sind ein schönes Triumvirat. Dadurch, dass die Jungs noch selber spielen, läuft die Kommunikation auf dem Platz besser. Sie sehen von sich aus viel und können entsprechend korrigieren. Da der eine in der Viererkette und der andere vorne spielt, habe ich immer Ansprechpartner auf dem Feld und kann taktische Änderungen oder Anweisungen gut weitergeben. Ich lasse die Jungs auch Trainingseinheiten machen. Das hat den Vorteil, dass A ein neuer Spirit reinkommt und B ich von außen in Ruhe zuschauen, das Verhalten der Spieler beobachten und gezielter korrigieren kann. Gemeinsam können wir detaillierte Arbeit leisten.

11ER: Im nächsten Spiel wartet mit der SG Niederkell II einer der großen Vorjahres-Konkurrenten. Im Hinspiel der letzten Saison teilte man sich die Punkte, im Rückspiel unterlag man mit 1:3. Von was für einem Spiel gehen Sie dieses Mal aus?

Gouverneur: Wir fahren mit breiter Brust und einem Dreier im Rücken nach Kell, Niederkell selbst musste eine bittere Niederlage einstecken. Bei zweiten Mannschaften ist es aber immer schwer zu sagen, wer und wie viele als Verstärkung von oben aushelfen. Unsere ersten Mannschaften spielen am gleichen Tag gegeneinander, doch wir werden definitiv keine Verstärkung bekommen. Wir haben also Respekt davor, was kommen kann. Nichtsdestotrotz erwarte ich ein kampfbetontes Spiel, in dem man nur über den Kampf zu Punkten kommen wird. Niederkell war unser direkter Konkurrent im Abstiegskampf, doch in diesem Jahr wollen wir dort so schnell wie möglich raus. Punkten wir in Kell auch dreifach, sind es direkt sechs Punkte Vorsprung auf sie.

11ER: Welche Spieler werden am zweiten Spieltag fehlen?

Gouverneur: Mustafa Al-Seidi und Johannes Birtel waren in einem Testspiel vielleicht etwas zu engagiert und haben sich dabei verletzt. Bei Mustafa wird sich im MRT zeigen, ob es nur eine Schulterprellung oder Schlimmeres ist. Da kommen wir auch wieder auf den großen Kader: In der letzten Saison hätten wir bei solchen Ausfällen schon große Probleme gehabt. Jetzt hoffen wir, sie kompensieren zu können.