Den ersten Saisonsieg brachte die Tarforster Zweitvertretung unter Dach und Fach. Doch der 2:1-Erfolg wurde teuer erkauft.
Nach einem groben Foul sah Jan Bauchmüller schon in der 24. Minute die Rote Karte. Sebastian Grämmel, der Torschütze zum 1:0, zog sich eine Nierenprellung zu und droht zumindest für die Partie in Saarburg auszufallen. Doch von vorne: Der FSV legte durch Grämmel vor. Dieser hatte einen Konter alleinstehend vor dem Kanzemer Schlussmann Kristian Hrdlicka cool ins Netz befördert (16.). Noch vor der Pause glich Kanzems Torjäger Carsten Vogel mit einem fulminanten 20-Meter-Schuss in den Winkel aus (40.). Weil er zuvor wegen Meckerns schon die Gelbe Karte gesehen hatte und nach einem Foul im Sechzehner an seinem Gegenspieler mit Gelb-Rot runter musste, kippte die Partie. Den Elfmeter setzte Emil Dzogovic mit Schmackes zum 2:1 ins Netz (70.). Weil der FSV klarste Möglichkeiten ausgelassen hatte, wurde es zum Schluss nochmals ungemütlich. Vogel und Ricky Weber verfehlten das Ziel um Haaresbreite. Zuvor hatten Dzogovic (Latte) und Lukas Schneider (Pfosten) für Tarforst nur das Aluminium getroffen. Trainer Alexander Becker war sichtlich erleichtert über den ersten Saisonsieg. „Die Einstellung war positiv. Wir haben uns nach dem 1:1 nicht aus der Ruhe bringen lassen und weiter offensiv gespielt. Wir haben die Kontrolle übernommen, es aber verpasst, rechtzeitig das zweite Tor nachzulegen. In Unterzahl haben wir ein starkes Spiel absolviert und waren insbesondere nach der Halbzeit dominant und besaßen ein Chancenplus.“ SG-Trainer Carlo Müller sprach von einer verdienten Niederlage. „Unterm Strich haben wir in den entscheidenden Situationen unglücklich agiert. Wir hätten aus unserer Überzahl viel mehr Kapital schlagen müssen. Wir haben insgesamt Zielstrebigkeit und Struktur vermissen lassen und hatten oft keine Ordnung im Ballbesitz. Alle Spieler sind diesmal nicht auf die 100 Prozent gekommen.“ Maxim Biringer hatte sich nach einem Tritt in Schulterhöhe verletzt und musste vorzeitig raus. Sein Einsatz gegen Ehrang sei aber nicht gefährdet, ließ Müller durchblicken.
