„Das Potential ist da“

Frank Amberg – SV Bekond

28. Oktober 2020, 09:39 Uhr

Der SV Bekond ist in der aktuellen Saison noch auf der Suche nach Konstanz und steht nach Niederlagen gegen die Topteams der Liga auf dem sechsten Tabellenplatz. Trainer Frank Amberg erklärt, wo er Verbesserungsbedarf aber auch Stärken sieht.

11ER: Ihre bisherigen Saisonergebnisse haben einen regelmäßigen Rhythmus: Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage usw. Wie gehen Sie mit diesen Ergebnissen um?
Frank Amberg: Die drei Spiele, die wir verloren haben, haben wir immer mit einem Tor Unterschied verloren, was schon etwas unglücklich ist. Gegen Longuich hatten wir einen Punkt verdient und auch gegen Niederkell wäre mehr drin gewesen, obwohl sie letztlich nicht unverdient gewonnen haben. Gegen Schweich kann sich der Gegner auch nicht beschweren, wenn wir gewinnen. Es läuft also nicht wirklich rund für uns. Wir müssen sechs bis sieben Neuzugänge integrieren und nach der langen Spielpause hat die kurze Vorbereitung dafür einfach nicht gereicht. Christoph Morbach und Pascal Lex mussten sich auch erst mal an die B-Klasse gewöhnen. Christoph hat gegen Schöndorf ein super Spiel gemacht, da hoffe ich, dass er daran anknüpfen kann. Pascal, Julien Masselot oder Oliver Mertes sind auch absolute Verstärkungen. Leider haben wir noch viele Kommunikationsprobleme, die wir abstellen müssen. Gerade gegen gute Mannschaften werden wir oft zu spät wach. Das sind aber Dinge, die sich einspielen, wenn wir erst mal richtig zusammenwachsen. Irgendwann wird es da schon Klick machen. Das Potential ist da, aber oft gehört auch etwas Glück dazu. Gegen Schweich beispielsweise hat Sklarski im Tor Dinger gehalten, die man sich gar nicht vorstellen kann. Erwischt der ihr Torwart keinen Sahnetag, gewinnen wir vielleicht.

11ER: Die neuen Auflagen sorgen vielerorts für Verwirrung. Wie interpretieren sie das Verbot von Wettkampfsimulationen und was planen Sie für Ihre Trainingseinheiten?
Frank Amberg: Für mich hört es sich so an, als dürfte man keine Trainingsspiele machen und als ob man die Zweikämpfe vermeiden sollte. Am Wochenende darf dann aber normal gespielt werden. Das ist absolut widersprüchlich. Wir müssen uns durch die Regeln auf das Passspiel, das Einstudieren von Laufwegen und den Torabschluss konzentrieren. Auch im konditionellen Bereich oder an der Schnelligkeit können wir arbeiten. Größere Sorgen als das Training machen mir die Spiele ohne Zuschauer. Viele Vereine und Mannschaften werden den Aufwand ohne diese Einnahmen nicht mehr gestemmt bekommen und kaputt gehen. Es ist verständlich, dass viele Ängste da sind.

11ER: Im kommenden Spiel wartet die SG Hermeskeil. Was für eine Mannschaft erwarten Sie?
Frank Amberg: Wir haben in der letzten Saison beide Spiele gegen Hermeskeil gewonnen, aber sie waren besser als es die Ergebnisse zeigen. Ich weiß nicht so ganz, was wir für eine Mannschaft erwarten können. Sie sind gut gestartet, hatten aber dann Niederlagen gegen Konkurrenten. Wenn ich mir Ihre Aufstellungen anschaue, scheint Hermeskeil auch nicht immer voll besetzt gewesen zu sein. Wir müssen also auf uns schauen und versuchen, an die Leistung gegen Schöndorf anzuknüpfen. Das bedeutet offensiv eine gute Leistung zu zeigen, denn Gegner mit Mannschaftspressing unter Druck zu setzen und mit hohem Tempo im letzten Drittel zu agieren.

11ER: Wie ist Ihr Kader gegen die SG Hermeskeil besetzt?
Frank Amberg: Wir haben alle Mann an Bord. Ich weiß nur noch nicht, wie viele Spieler wir jetzt auf der Bank haben dürfen. Wir reisen mal mit sieben an und schauen, wie es aussieht.

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