Eine dreimalige Führung reichte der SG Ruwertal in Kasel gegen den SV Lüxem nicht zum Sieg.

Während die SG Ruwertal zwar im neunten Spiel in Folge ungeschlagen bleibt, hat der SV Lüxem mit dem 3:3 in Kasel einen überraschenden Punkt bei einem Spitzenteam entführt. In einem hitzig geführten Spiel legte Ruben Herres nach einem Freistoß von Sven Meyer per Kopf die Ruwertaler Führung vor (14.). Doch wenige Augenblicke vor der Pause egalisierte Lüxems Torjäger Finn Hermann. Der hatte eine starke Vorarbeit von Nils Thörner über die rechte Seite zum 1:1 verwertet (44.). Lüxem kam mit Esprit und Dynamik aus der Halbzeit und hätte zwingend in Führung gehen müssen, doch Thörner und Hermann scheiterten am gut aufgelegten Felix Kloy im SG-Tor. Im Gegenzug fiel die erneute Führung für die Hausherren, als ein Foulspiel von Lukas Valerius an Jannis Hoffmann mit Strafstoß geahndet wurde und Tobias Krämer eiskalt blieb – 2:1 (54.). Keine zehn Minuten später fand Lüxem erneut eine passende Antwort, als Timo Eifel mit seinem allerersten Saisontor eine Flanke von Thörner zum 2:2 nutzte. Und wieder legte der Tabellendritte vor: Daniel Lentes traf in der 73. Minute zum 3:2, doch das war noch nicht alles, was die Gäste aus der Wittlicher Vorstadt zu bieten hatten. Als Gaith Aswad auf Nils Valerius abtropfen ließ, stand es fünf Minuten später 3:3 (78.). Lüxems Trainer Patrick Schmidt, der aufgrund eines Muskelfaserrisses für drei Wochen auszufallen droht, attestierte seiner Mannschaft einen großen Kampfeswillen und einer starken Mentalität: „Für uns zählt jeder Punkt. Dass ist umso erfreulicher, wenn das gegen Topteams gelingt. Hinten raus fühlt sich das 3:3 sogar noch zu wenig an, weil wir den Dreier hätten ziehen können. Wir besaßen am Ende die besseren Torchancen. Ruwertal agierte abgezockt und hat den Ball gut zirkulieren lassen. Wir aber sind dreimal zurückgekommen und haben Rückstände ausgeglichen. Das spricht für die tolle Moral in der Mannschaft.“ SGR-Coach Benny Leis konstatierte, dass er mit der Leistung nicht zufrieden gewesen sei und ein möglicher Sieg auch nicht verdient gewesen wäre. Man habe den Gegner dreimal zum Kontern eingeladen und über Phasen nicht gut verteidigt.