In einem weiteren Trierer Stadtderby setzte sich Aufsteiger DJK St. Matthias gegen seinen Lokalrivalen aus Heiligkreuz mit 5:1 durch und stürmte damit auf Platz zwei im Klassement.
Doch zunächst hatte der VfL das Momentum auf seiner Seite, als Patrick Hardge nach einer Freistoßablage von Christopher Kunsmann die Kugel per Kopf über die Linie drückte – 0:1 (27.). Die DJK fand jedoch eine zeitige Antwort, als Baran Hassan aus allerdings abseitsverdächtiger Position nur drei Minuten später für den Ausgleich sorgte. Josip Komso (stand ebenso bereits im Abseits) hatte die Vorarbeit dazu geleistet. Nach dem er zuvor drei dicke Gelegenheiten hatte verstreichen lassen, war es Komso, der vor der Halbzeit zum Mattheiser Führungstreffer netzte – 2:1 (43.). „Bis dato hatte der VfL ein gutes Spiel gemacht, ist uns zeitig angelaufen und hat im Mittelfeld gut gepresst“, war sich DJK-Spielertrainer Ahmed Boussi sicher. Anschließend, resümierte Boussi, sei seine Mannschaft mit mehr Zugriff und etlichen Überzahlsituationen in gute Umschaltmomente gekommen, in dessen Ergebnis das 3:1 gefallen war. Boussis Schuss aus kurzer Distanz wurde von einem VfL-Akteur sichtbar mit der Hand gespielt – den fälligen Elfmeter verwandelte Rubin Hassan souverän. „Rubin hat gegen seinen Ex-Verein ein fantastisches Spiel gemacht“, lobte Boussi später. Mit einer schönen Kombination über Boussi kam der Ball schließlich zu Komso, der aus 18 Metern staubtrocken zum 4:1 (65.) verwandelte. Den Schlusspunkt setzte schließlich der eingewechselte Christophe Maio wenige Augenblicke später, als der Luxemburger einen Freistoß auf direktem Wege im VfL-Tor unterbrachte – 5:1 (67.). „Nach dem 1:1 haben wir das Spielgeschehen an uns gerissen und es im zweiten Durchgang auch deutlich gemacht. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit haben wir den Sieg unter Dach und Fach bringen können“, lautete das Urteil von DJK-Spielertrainer Ahmed Boussi. VfL-Coach Marco Neumann wollte die Szene, die zum 1:1 geführt hatte, nicht mehr groß kommentieren. „Die Spieler standen deutlich im Abseits, doch ich kann das nicht mehr ändern. Es ist nur ärgerlich.“ Der VfL-Trainer beschränkte sich vielmehr auf die Analyse zum weiteren Spielverlauf. „Bis auf die ersten 15 Minuten in der zweiten Halbzeit, als Nico Franzen an Sam Brand im DJK-Tor scheiterte, hatten wir keine zwingenden Torchancen mehr. So ist der Sieg von Mattheis über 90 Minuten gesehen auch absolut verdient. Wie meine Jungs in der ersten Halbzeit versucht haben, dagegenzuhalten und bis zum 1:3 bestmöglich Paroli geboten haben, war schon klasse. Doch wir konnten die Qualität, die Mattheis offensiv auf den Platz gebracht hat, nicht mehr effektiv verteidigen.“
