In der Partie der beiden Namensvetter dominierte nur eine Mannschaft: Die Trier-Süder entfachten vor allem in Durchgang eins ein wahres Offensiv-Feuerwerk und entschieden die Partie bereits dort.

Pablo Müller eröffnete den Torreigen nach Vorlage von Henry Jelen bereits nach zehn Minuten. Acht Minuten später passierte den Mattheisern jenes Missgeschick, das ihnen bereits dreimal in dieser Saison ereilt war: Sie verschossen in Person von Jelen einen Foulelfmeter. Doch der Frust über die vertane Chance, auf 2:0 zu stellen, verflog rasch. Denn binnen sieben Minuten hatten der überragende Baran Hassan auf 2:0 und 3:0 sowie Philippe Gericke auf 4:0 erhöht. Der Anschlusstreffer von Pluwigs Jan Becker nach Vorarbeit von Peter Welter kam auf den letzten Drücker in Halbzeit eins – 4:1 (45. +1). Pluwigs Trainer Uwe Wess wechselte zur Halbzeit gleich dreimal durch, doch viel besser wurde es nicht. Jelen erhöhte in der 61. Minute auf 5:1, damit war die Messe gelesen. Den Schlusspunkt setzte Baran Hassan, der diesmal vom Punkt cool blieb und das halbe Dutzend voll machte – 6:1 (82.). Spielertrainer Ahmed Boussi, der mit seiner Mannschaft bereits am Mittwochabend im Rheinlandpokal den zwei Klassen höher angesiedelten Rheinlandligisten FC Bitburg am Rande des Ausscheidens hatte (4:5), sah eine weitere Steigerung seiner Elf. „Es war nach dem Pokalspiel gegen Bitburg auch in der Liga endlich mal wieder ein überzeugender Auftritt. Wir hatten den mentalen Vorteil, mit dem tollen Spiel gegen Bitburg in die Partie zu gehen. Es war für uns eine Art Bestätigung, so vieles gar nicht verkehrt gemacht zu haben. Es herrschte große Anspannung vor dieser Partie, doch wir haben das stark gemeistert. Wir haben die Fehler im Spielaufbau von Pluwig kaltschnäuzig ausgenutzt, sind hochkonzentriert geblieben und hatten eine fast perfekte Chancenverwertung. Die mentale Stärke hat uns immens geholfen.“ Überragend: Dreifachtorschütze Baran Hassan, der „endlich angekommen ist in der Liga“ sowie Jelen, der trotz seines Fehlschusses vom Elfmeterpunkt ein starkes Spiel ablieferte, zwei Treffer selbst erzielte und auch zwei vorbereitete. „Henry hat eine extrem gute Leistung gezeigt. Er übernimmt mit seinen 18 Jahren schon viel Verantwortung auf und neben dem Platz. Er agiert laufstark und ackert sehr viel. Henry ist ein geiler Typ, der viel Selbstbewusstsein mitbringt und bei uns auch als Kassenwart fungiert“, hält Boussi große Stücke auf den Youngster. 

Foto: Archiv/Sandra Maes