Während das 1:4 gegen den Spitzenreiter aus Trier-Feyen/Weismark ein Rückschlag nach den guten Ergebnissen der letzten Wochen bedeutete, baute die DJK aus Trier ihre Tabellenführung weiter aus.
Dabei war es vornehmlich im ersten Durchgang ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel. Glück hatten die Gäste, als ein strammer Schuss von Peter Welter an die Latte klatschte (30.). Vier Minuten später legten die Trierer vor, als Jamal Abdulrafiu nach einer tollen Einzelleistung mit einem Flachschuss ins linke Eck zum 0:1 traf (34.). Im letzten Moment blockte Carsten Blau einen Schuss von Alfred Sartisson. Doch mit dem Pausenpfiff kam Pluwig dann doch zum Ausgleich. Ein Eckball von Welter fand den Kopf des einlaufenden Maximilian Michels, der aus zentraler Position zum 1:1 abschloss (45.). Nachdem bei beiden Mannschaften nicht viel zusammengelaufen war und die Partie ohne nennenswerte Höhepunkte dahinplätscherte, nahm Mattheis das Heft des Handelns in die Hand. Nach einem Foul an Aymen Toumi zirkelte Christophe Maio die Kugel präzise an der Mauer zum 1:2 vorbei (69.). Pluwig setzte danach alles auf eine Karte und zog etliche Freistöße, doch die Mattheiser Abwehr hielt. In der Schlussphase setzten die Gäste noch zweimal gefährliche Nadelstiche, die letztlich zum Ausbau der dünnen Führung reichten. Der sich selbst eingewechselte Spielertrainer Ahmed Boussi gelang nach Doppelpass mit Rubin Hassan der entscheidende Steckpass auf Toumi, der eiskalt ins kurze Eck abschloss – 1:3 (88.). Als Pluwig aufmachte und sich Räume ergaben, tankte sich Boussi durch und sah uneigennützig den mitgelaufenen Rubin Hassan, der die Partie mit einem präzisen Flachschuss ins Eck endgültig entschied – 1:4 (89.). Triers Spielertrainer Ahmed Boussi sah eine Partie auf Augenhöhe: „Es war ein gutes und sehr unterhaltsames Spiel mit einer guten Spielanlage von beiden Seiten. Beide Mannschaften haben trotz des schlechten Platzes in Pluwig spielerische Lösungen gesucht. Es kam auf Details an.“ Wie der 35-Jährige unterstreicht, habe man Attribute wie Zweikampfstärke und Durchsetzungsvermögen in den entscheidenden Situationen ins Spiel bringen können. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit aus dem Zentrum mehr und mehr befreien können und dadurch zunehmend Torchancen kreiert. Hintenraus hat wohl der stärkere Wille geholfen. Wir haben auf eine Entscheidung gedrängt, weil wir das Spiel dann unbedingt an uns reißen wollten. Gut war, dass wir mit der Einwechslung von Dreni Mehani und Maurice Marx von der Bank noch mal Impulse setzen konnten.“ Boussi selbst brachte offensive Akzente in jenen Momenten, als die Partie pari verlief und auf Messers Schneide stand. „Die beiden haben die Bälle festgemacht und es geschafft, Aymen und Rubin die Bälle aufzulegen. Ich hatte auch das Gefühl, dass wir den fitteren Eindruck gemacht haben.“ Pluwigs Trainer Uwe Wess war sich mit seinem Trainerkollegen Ahmed Boussi darin einig, einen verdienten Sieg der Mattheiser gesehen zu haben. „Wir haben über weite Strecken gut mitgehalten gegen den Tabellenführer, das 1:1 zur Halbzeit war zufriedenstellend. Nach dem 1:1 durch Maxi Michels hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, dass wir nachlässiger in unserem Aufwand werden. Die Schlüsselszene war wohl jene, als ich Maurice Föhr auswechseln musste und ich taktisch nicht mehr wechseln konnte. Die Mattheiser konnten dagegen von der Bank ordentlich Qualität einwechseln, Ari kam ja selbst noch und hat das Spiel angekurbelt. Die Niederlage ist um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen, doch der Sieg von Mattheis geht in Ordnung. Schade, dass ich wieder auf einigen Positionen umstellen musste, weil es kurzfristige Absagen gegeben hatte.“
Foto: Archiv/Sandra Maes
