Es war die sprichwörtliche Mentalität und der unbeugsame Willen, die dem Aufsteiger aus dem Hunsrück doch noch zu einem Punkt gegen den ehemaligen Tabellendritten aus dem Saartal verholfen haben.

Gegen die Saartal-SG drehte die SG Dhrontal ein bereits verloren geglaubtes Spiel und wäre fast noch zu den kompletten Siegpunkten gekommen. Mit einem abgefälschten Distanzschuss brachte Nico Kruppert die Schuh-Elf in Front (24.). Weil die Hunsrücker zu passiv und nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen agierten, legte Felix Guckeisen mit einer Kopie des ersten Treffers das zweite Gästetor nach – 0:2 (27.). Noch vor der Pause brachte Dennis Schemer mit einem ansatzlosen Schuss ins lange Eck die Hausherren wieder ins Spiel zurück – 1:2. Nach dem er bereits mit einer Doppelchance den Jubelschrei auf den Lippen hatte, aber noch scheiterte, war es Tim Schneider im dritten Versuch vorbehalten, nach einem Chipball von Jan Luca Martini zum 2:2 zu egalisieren – (90.+1). In der Nachspielzeit versäumten es sowohl Schoden (Kruppert) als auch Dennis Schemer und Danny Schömer auf Dhrontaler Seite, für einen jeweiligen Lucky Punch zu sorgen. Dhrontals Coach Marc Lemmermeyer war begeistert: „Großes Kompliment an die Mannschaft, was sie in der zweiten Halbzeit abgerissen hat vor dem Hintergrund des schweren Rheinlandpokalspiels am Mittwoch gegen den FC Bitburg. Wir sind in der zweiten Halbzeit früh angelaufen, waren aggressiv in der Zweikampfführung und viel besser in der Positionierung. Zum Schluss hatten wir noch zwei Hundertprozentige für den Siegtreffer zu machen.“ Saartal-Co-Trainer Christoph Anton gab zu Protokoll, dass „wir in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft waren und die 2:0-Führung absolut verdient war. Knackpunkt war das Gegentor kurz vor der Pause. Denn Dhrontal war in der zweiten Halbzeit definitiv die bessere Mannschaft. Domme Lorth hatte noch die Chance zum 3:1, aber Dhrontal wurde im Anschluss deutlich stärker und wir dagegen  zu passiv. So war der Ausgleich für Dhrontal am Ende verdient. Sie hätten sogar noch gewinnen können, wenn nicht Maxi Wirkus ein paar Mal toll reagiert hätte.“

Foto: Sandra Maes