Vizemeister DJK Pluwig-Gusterath hat sein Auftaktmatch im Derby gegen Aufsteiger SG Schöndorf mit 4:1 für sich entschieden. Vor der stattlichen Kulisse von 380 Besuchern am Pluwiger Kreuzgarten machte ein Mann den Unterschied: Pluwigs Nico Denzer schnürte einen Dreierpack und avancierte so zum Matchwinner in einer Partie, die von zahlreichen Emotionen, aber auch gutklassigem Fußball geprägt war.

Mit einem Doppelschlag vor der Halbzeit legte die DJK den Grundstein für den am Ende deutlichen Erfolg. Julian Müller legte in der 35. Minute für den aufgerückten Verteidiger Maurice Föhr auf – der hatte aus 18 Metern einfach mal draufgehalten zum 1:0. Nur sechs Minuten später schlug Denzer zum ersten Mal zu, als er von Niklas Kirsten erstklassig bedient wurde. „Es war eine tolle Kombination über Torwart Jan Franzen, der auf Peter Welter spielte, der wiederum Niklas bediente und der den Ball auf Nico weiterleitete“, sah Pluwigs Trainer Uwe Wess nach einer zähen Anfangsphase seine Mannschaft dann doch im Spielfluss. Als der Torjäger vom Dienst in der 52. Minute nach Eckball von Kirsten mit dem Kopf zur Stelle war und auf 3:0 stellte, schien die umkämpfte Partie entschieden. Doch der Aufsteiger kam noch einmal ins Spiel zurück. Tim Müller brachte nach Vorarbeit von Lucas Jungandreas drei Minuten später die Gäste ins Spiel zurück – 3:1 (55.). Den endgültigen Knockout setzte eine Viertelstunde vor Schluss erneut Denzer, der einen Steckpass von Artur Krapp zum 4:1 veredelte. Kurz darauf ließ sich der 27-jährige Ausnahmestürmer vom Pluwiger Anhang feiern und hatte Feierabend. Denzer machte so seinem Namen als kaltschnäuziger Torjäger schon wieder alle Ehre. In der vergangenen Saison hatte er in nur 19 Partien 24 Treffer erzielt. Schöndorfs Trainer Thomas Werhan war nach der Partie ein wenig ratlos. „Wir haben es leider nicht geschafft, wie in den ersten 30 Minuten dagegenzuhalten. Bis dato waren wir auf Augenhöhe, standen defensiv relativ stabil und besaßen ein paar gute Umschaltmomente. Nachdem sich Marvin Mokelke nach einem Zweikampf am Knie verletzt hatte, war ein Bruch in unserem Spiel, der Zugriff ging komplett verloren. Dadurch konnte Pluwig durch einen Doppelschlag vor der Pause das Spiel an sich ziehen.“ Der Coach der Gäste betonte, dass „es nach dem 0:3 schwierig war, das Spiel nochmals zu drehen, auch wenn Tim Müller mit dem 1:3 die Hoffnung zurückbrachte. Pluwig stand hinten stabil und war bei Kontern gefährlich. Vor einer schönen Kulisse fehlte uns hintenraus die zweite Luft. Leider ist die Niederlage ein bisschen zu deutlich ausgefallen, Pluwig hat dann schon dominiert in der zweiten Halbzeit“. Für DJK-Coach Uwe Wess war die Schlüsselszene das 1:0 von Maurice Föhr. „Auf eimal lief es“, so der Coach, der zunächst den fehlenden Rhythmus monierte. „Wir haben über den Kampf ins Spiel gefunden und viele Torchancen erarbeiten können. Es war das erste Mal, dass wir so zusammen und komplett gespielt haben. Unsere spielerischen Vorteile haben sich mit zunehmender Spelzeit durchgesetzt. Es war eine tolle Atmosphäre, für den ersten Saisonsieg war das mehr als okay. Das einzige, was ich kritisieren muss, ist, dass wir in der zweiten Halbzeit das Ergebnis hätten ausbauen können, ja müssen. Da müssen wir noch dran arbeiten.“

Fotos: David Prieske