Zusammengerechnet konnten der SV Trier-Irsch II und der SV Farschweiler aus acht Spielen lediglich vier Punkte entführen. Umso wichtiger werden die kommenden Wochen für den Neunt- und Zehnplatzierten, wenn Spiele gegen Teams der unteren Tabellenhälfte anstehen. Den Auftakt in diese Sechs-Punkte-Spiel-Wochen macht das direkte Duell.

Nach drei zufriedenstellenden Spielzeiten, in denen man sich in der B-Klasse etablieren konnte, befindet sich der SV Farschweiler im Umbruch. Spielertrainer Lukas Jonas verließ den Verein Richtung Rascheid/Geisfeld, Tim Lauer zog es nach Beuren/Bescheid und mit Nils Fusenig und Bastian Malkhoff sowie Fabian, Jan und Kevin Cottez gleich fünf Spieler zu Ligakonkurrent SG Osburg. Für den SVF waren unter dieser Gruppe gleiche mehrere Säulen des eigenen Spiels und Leistungsträger. Deren Verlust eins-zu-eins aufzufangen praktisch unmöglich. Entsprechend überschaubar fiel die Punktausbeute an den ersten vier Spieltagen aus. Dort unterlag man zum Auftakt der FV Hunsrückhöhe Morbach II mit 0:5, dann Ehrang (0:8), ehe gegen die Rascheid-Reserve der erste Dreier glückte (4:3). Zuletzt unterlag man dem SV Bekond (0:1) nur knapp.

Farschweilers neuen Trainer Sebastian Wahlen stimmt der Sasonstart dennoch positiv. Zwar seien die beiden Pleiten enttäuschend gewesen, doch gegen die beiden Absteiger und Titelaspiranten warteten starke Gegner. Im Sechs-Punkte-Spiel gegen Rascheid verbuchte man die nötigen Punkte und gegen Bekond, das noch ungeschlagen ist und in vier Spielen elf Tore erzielte, habe der SVF kaum etwas zugelassen. Die Umstellungen in der Defensivarbeit würden also fruchten. Nichtsdestotrotz ist Wahlen klar: Es wartet eine schwierige Saison auf den SV Farschweiler und das Ziel Klassenerhalt wird viel Einsatz erfordern.

Der SV Trier-Irsch II, Farschweilers Tabellennachbar, hat ebenfalls einen ernüchternden Saisonstart hinter sich. Mit Osburg (1:4), Ehrang (1:3) und zuletzt Morbach II (0:4) standen die Irscher auch mehreren Topmannschaften der Liga gegenüber – und blieb wie Farschweiler erfolglos. Im Duell gegen Rascheid II konnte man anders als der kommende Gegner jedoch keinen Dreier einfahren, sonder musste sich – personalbedingt – mit einem 3:3 zufriedengeben. Überraschend ist, dass die Personaldebatte bei der Zweitvertretung schon so früh in der Saison beginnt – allerdings ohne Eigenverschulden. Da die erste Mannschaft ein gefülltes Lazarett hat, müssen immer wieder Stammspieler der Zweiten aushelfen. Darunter auch Keeper Caspar Dargatz, der in 2026/27 noch kein Spiel für die zweite Mannschaft absolvierte. 

Diese fehlende Qualität im Kader des SVI II machte sich in den jüngsten Spielen bemerkbar. Denn gerade gegen die Topteams der Liga müsse personell wie leistungstechnisch alles zusammenpassen, wie Coach Sven Becker erklärt. Wichtiger als die letzten Wochen werden ohnehin die kommenden: Die Partie gegen Farschweiler macht für die Irscher den Auftakt in sechs Partien, die den Verlauf dieser Saison mitbestimmen könnten. Schließlich warten neben Bekond mit dem SVF, Schweich III, Morscheid , Pölich und Leiwen II fünf Mannschaften, die derzeit in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt sind. Schon an diesem Wochenende hat Becker einen Sieg als Pflicht ausgerufen. Zumal die Irscher zuhause auflaufen dürfen und Abstellungen an die erste Garde einfacher zu managen sind. 

Was für Irsch gilt, gilt auch für Farschweiler: Irsch II, Schweich III, Morscheid, Pölich und Leiwen II heißen die kommenden Gegner. Bleiben die Punkte gegen diese aus, dürfte auf den SVF ein ungemütlicher Winter warten. Gerade deshalb ist das direkte Duell für beide Mannschaften von besonderer Bedeutung. Ein Sieg gegen den Tabellennachbarn kann den Ton für die kommenden Aufgaben setzen und Selbstvertrauen für diese geben. Die Zielsetzung ist dabei aber unterschiedlich: Während Irsch II klar einen Sieg anstrebt, gäbe man sich in Farschweiler schon mit einem Punktgewinn zufrieden. Man darf also gespannt sein, welche Mannschaft ihre Ziele am Sonntag erreicht.

Trier-Irsch, So., 06.09., 12.45h

Foto: Archiv/Maes