11ER: Erster Saisonsieg in Baustert. Wie ist dieser zu bewerten?
Andreas Hesslein: Wir haben mit Rot-Weiss Wittlich und Schweich gegen zwei Mannschaften verloren, die wirklich stark einzuschätzen sind. So standen wir gegen Baustert schon richtig unter Druck. Der 3:2-Siegtreffer in der 95. Minute war deshalb schon enorm wichtig.
11ER: Wie analysieren Sie die beiden ersten Spiele gegen Wittlich und Schweich? Warum hat es nicht gereicht?
Hesslein: Gegen Schweich haben wir eine gute erste Halbzeit gespielt, bevor uns ab der 60. Minute die Kräfte verlassen haben. Wir konnten das hohe Tempo dann nicht mehr mitgehen. Gegen Rot-Weiß waren wir schon besser in der Saison drin und von daher etwas fitter. Leider hat es nicht gereicht, weil wir in einer Aktion gepennt haben. Eine Punkteteilung wäre aus meiner Sicht aber verdient gewesen.
Hesslein: Dass wir primär die Klasse sichern. Das allein wird schwer genug. Erst wenn wir den Klassenerhalt eingetütet haben können wir über andere Ziele reden. Auf jeden Fall wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben und eine sorgenfreie Runde spielen.
Hesslein: Mit Torwart Luca May steht der Nachfolger von Lars Becker schon bereit. Ihm gehört die Zukunft und wird bis dahin von Lars noch viel zu lernen haben. Durch seine Größe ist er in der Luft präsent und auch auf der Linie sicher. Luca ist ein mitspielender Torwart. David Becker ist erst 18 Jahre jung und muss noch an seiner Körperlichkeit und Robustheit in den Zweikämpfen arbeiten. Er ist klein, wendig, schnell und im Eins-gegen-eins durchsetzungsfähig. Jonas Häp Zwei (lacht), denn wir haben noch einen, ist ein Mittelfeldspieler, der marschieren kann, ein echter Kämpfertyp und Arbeiter eben, von denen du in der Mannschaft immer einen brauchst. Er hat in Schweich sein erstes Bezirksligaspiel gemacht. Lukas Schmitz ist 19 und hat bis jetzt jedes Spiel von Beginn an absolviert. Er ist am weitesten von allen Jugendspielern. Lukas spielt als rechter Außenverteidiger und war direkt integriert. Mit Mohammed Najafi wechselte ein schon erfahrener Stürmer vom Rheinlandligisten Schneifel Auw zu uns. Er bringt eine gewisse Qualität mit, ist gut im Eins-gegen-eins und besitzt gute Abschlüsse. Derzeit ist Moh allerdings leicht verletzt.
Hesslein: Ich bin seit über drei Jahren gleichberechtigter Trainer gemeinsam mit Stephan Zimmer. Durch eine langwierige Fußverletzung kann ich gar nicht mehr trainieren und komme erst, wenn Not am Mann ist oder wir in Rückstand liegen, ins Spiel. Für die letzten 20 Minuten bin ich immer noch für ein Tor gut, wenn ich bei Standards mit aufrücke und meine Kopfballstärke und physische Präsenz einbringen kann.
Hesslein: Wir sprechen uns stets ab, wo die Schwerpunkte liegen. Zu 99 Prozent sind wir immer einer Meinung in Bezug auf Aufstellung und Inhalte bei den Einheiten. Vor dem Spiel motiviert Stephan die Mannschaft und weist auf die Stärken des Gegners hin, ich übernehme die taktische Ausrichtung.
Hesslein: Meist haben wir gewonnen in den letzten Jahren. Doch trotz der überwiegenden Siege waren es immer auch enge Spiele. Zuletzt haben wir beim 3:0 in Nusbaum erst Mitte der zweiten Halbzeit gewonnen, als Sebastian Zimmer zwei Tore gemacht hat und eins vorbereitete. Er hat das Spiel damals entschieden.
Hesslein: Wallendorf ist eine laufstarke Truppe, die nach vorn immer gefährlich ist. Die darfst du nie abschreiben. Sie kommen über ihre Kompaktheit und mannschaftliche Geschlossenheit.