11ER: Im letzten Spiel gab es eine 0:5-Niederlage gegen die SG Saartal. Wie kam es zu diesem Ergebnis?
Benjamin Leis: Es kam einiges zusammen und letztendlich war die Niederlage voll verdient. Wir hatten einen ganz schlechten Tag, Saartal einen guten. Sie waren auch effektiv und so entwickelte sich im Laufe des Spiels eine Eigendynamik. Wir verloren so gut wie alle Zweikämpfe, spielten unsaubere Pässe und machten generell zu viele Fehler. An diesem Tag hatten wir nicht das Niveau einer Bezirksliga-Mannschaft.
11ER: Gab es auch personelle Ausfälle?
Leis: Viele Spieler waren in Urlaub oder verletzt. Es standen uns einige Säulen nicht zur Verfügung. Wir mussten deshalb viele junge Spieler einsetzen, die aber auch das Niveau für die Bezirksliga haben. Gegen Saartal kam aber niemand an seine Normalform heran.
11ER: Jonas Gouverneur wurde früh ausgewechselt. War dies verletzungsbedingt?
Leis: Ja, der Wechsel war verletzungsbedingt. Er bekam einen bewussten Tritt ab und hatte dann Probleme mit dem Innenband.
11ER: Mit Pascal Hurth und Idris Lataev stehen zwei erfahrene wie starke Offensivspieler aufgrund einer Pause bzw. eines Wechsels nicht mehr zur Verfügung. Wie sehen Sie Ihren Kader für diese Saison aufgestellt?
Leis: Uns ist bewusst, dass mit Pascal Hurth und Idris Lataev 40 bis 45 Tore wegfallen. Dafür bekamen wir viele potentiell starke Spieler hinzu, die diesen Verlust aber ad hoc nicht auffangen können. Wir sind in einem Umbruchsjahr und müssen den jüngeren Spielern Zeit geben, um sich an die Bezirksliga zu gewöhnen. Leider lief unsere Vorbereitung wegen Verletzungen und vielen Urlauben nicht optimal. Es wird also noch Zeit brauchen, um uns einzuspielen.
11ER: Der SV Tawern hat erfolgreiche Bezirksligajahre hinter sich, belegte Platz zwei, vier und zuletzt Platz fünf. Es gibt also eine gewisse Erwartungshaltung. Ist es fair, die Mannschaft in diesem Umbruchsjahr an diesen Erfolgen zu messen?
Leis: Wir wollen den jungen Spielern das Vertrauen geben. Rückschläge sind einberechnet und ein Stück weit auch gewollt. Trotz des Umbruchs wollen wir aber das Bestmögliche erreichen. Wir verlieren unsere Ziele nicht aus den Augen. Wir haben zwei von 30 Spielen hinter uns, da lassen sich ein paar verlorene Punkte verkraften. Deshalb bleiben wir positiv. Zu Ihrer Frage: Ja, es sollte fair sein. Die Jungs sollen wissen, dass wir an sie glauben und sich auf höchstem Niveau entwickeln. Außerdem ist die Bezirksliga in diesem Jahr sehr ausgeglichen. Ich sehe weder einen klaren Favoriten noch zwei, drei Mannschaften, die schon früh um den Abstieg spielen werden. Die Liga hat in diesem Jahr deutlich mehr Kompaktheit. Gefühlt können am Ende der Saison zwölf Mannschaften zwischen 40 und 50 Punkten stehen.
11ER: Im nächsten Spiel wartet der SV Trier-Irsch, der als Aufsteiger überraschend gut gestartet ist. Wie sehen Sie Ihren kommenden Gegner?
Leis: Ich kenne Irsch relativ gut, habe die Mannschaft verfolgt und noch einige Bekannte im Umfeld des Vereins. Irsch hat eine junge Mannschaft mit viel Dynamik. Mit Luca und Leon Klupsch, Florian Lentes und anderen haben sie jetzt noch mal Spieler hochgezogen, die physisch stark und mental gefestigt sind. Sie gehen früh auf Ballbesitz, haben hinten aber auch die Qualität, schnell umzuschalten. Gleichzeitig gibt es das gute Umfeld. Auch am Sonntag werden sicher 300 Zuschauer da sein, um ihre Mannschaft frenetisch anzufeuern. Es wird eine große Herausforderung. Wir wissen, was uns erwartet und worauf wir im Training den Fokus legen müssen. Wir wollen uns gut vorbereiten und im nächsten Spiel wieder unsere eigenen Tugenden und Basics wie Laufbereitschaft auf den Platz bringen.
Foto: Verein
