11ER: Der SV Trier-Irsch konnte nach dem Aufstieg vier Punkte verbuchen und ist damit noch ungeschlagen. Sind wir ehrlich: Hätten Sie mit einem solchen Start gerechnet?

Sebastian Szimayer: Ehrlich gesagt eher weniger. Unsere Vorbereitung war nicht so, wie wir es uns als Trainerteam vorgestellt hatten. Es gab viele Spieler, die im Urlaub waren. Die Anzahl der Spieler im Training war daher nicht so hoch. Das war natürlich auch der langen letzten Saison mit anschließender Relegation geschuldet. Ich bin deshalb auch niemandem böse, hatte aber vor den ersten Spielen eher ein schlechtes Gefühl. Nach den ersten Auftritten bin ich jetzt total überrascht, auf welche Weise die Mannschaft aufgetreten ist. Die intensive Spielweise und Einstellung, die sie auf den Platz brachte, ist einfach klasse.

11ER: Wo sehen Sie die größten Unterschiede zwischen A-Klasse und Bezirksliga?

Szimayer: Den größten Unterschied sehe ich in der körperlichen Präsenz unserer Gegner. Wir haben eine relativ junge und relativ schmale Mannschaft. Da bekamen wir gleich im ersten Spiel zu spüren, dass uns Daleiden körperlich überlegen war. Und auch Ahbach hatte körperliche Vorteile. Unsere Jungs, die körperliche Nachteile haben, sind zum Glück kleine Terrier und können so etwas mit ihrer Aggressivität wettmachen. 

11ER: Luca Klupsch, Florian Lentes, Neo Ensch und andere spielen ihr erstes volles Seniorenjahr, konnten sich aber schon mit Toren, Assists und guten Auftritten beweisen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Nachwuchs? Hätten Sie mit einer solch schnellen Integration gerechnet?

Szimayer: Ja, doch schon. Wir haben die meisten Jungs schon hochgezogen, als sie 18 waren. Dadurch konnten sie bereits einige Erfahrung sammeln. Es sind alles durch und durch Irscher Jungs, die sich mit dem Verein identifizieren und alles geben. Die Integration ist daher leicht gefallen. Man muss auch sagen, dass die Jungs unserer Mannschaft alle einen einfachen Charakter haben und es neuen Spielern leicht machen, sich wohlzufühlen. Das macht es mir als Trainer sehr leicht.

11ER: Im nächsten Spiel wartet der SV Tawern … 

Szimayer: Wir sind in jedem Spiel der Underdog – egal, wie viele Punkte wir gesammelt haben. Die vier Punkte mussten wir uns hart erkämpfen und wenn man ehrlich ist, war auch eine gute Portion Glück dabei. Tawern ist eine gestandene Bezirksliga-Mannschaft, die uns auch wieder körperlich überlegen sein wird. Das 0:5 gegen Schoden ist einfach Fußball und gehört zum Tagesgeschäft. Solche Dinge passieren. Sie sind uns mit ihrer Erfahrung einige Schritte voraus. Nichtsdestotrotz wollen wir auch gegen Tawern unseren intensiven Fußball spielen. Wir gehen mit Demut und Respekt in diese Partie, wollen aber punkten.

11ER: Wie ist es am Wochenende ums Personal gestellt?

Szimayer: Unsere Personalsituation entspannt sich zum Glück etwas. Hinter Luca Sasso-Sant steht nach seiner Gehirnerschütterung noch ein Fragezeichen. Er war erst ab gestern ein bisschen schmerzfrei. Felix Scheurer, Joah Wallerius und Paul Thommes sind zurück. Hinter Leon Klupsch steht auch noch ein Fragezeichen. Wir werden also sicherlich einen größeren Kader haben als in den letzten Spielen.