11ER: Zwei Spiele, zwei Siege und 9:0 Tore – was gibt es zum Saisonstart des SV Bekond zu sagen?

Andreas Kiemes: Vor dem Saisonstart ist man immer gespannt, wo man steht. Wir haben einen kleinen Umbruch und einen wichtigen Abwehrspieler nicht dabei, ein anderer spielt nur noch zweite Mannschaft. Dazu ist Philipp Lattig noch im Aufbautraining. Das 1:0 zum Start gegen Leiwen hat uns deshalb gut getan. Beim 8:0 gegen Rascheid hat unsere Mannschaft dann wieder ihre Heimstärke und tolle Einstellung gezeigt. Die Laufbereitschaft war bei der Hitze enorm und die Mentalität war wie immer super. Die Mannschaft spielte sich regelrecht in einen Rausch. Ohne unserem Gegner, der sich sehr fair verhalten hat, nahetreten zu wollen, hätte es auch genauso gut 20:0 ausgehen können. Mit den gezeigten Leistungen können wir zum Start sehr zufrieden sein.

11ER: Ein Spieler, der zum Umbruch zählen dürfte, ist der junge Neuzugang Finn Müller, der in beiden Spielen traf. Welchen Eindruck hat er bisher hinterlassen?

Kiemes: Finn ist erst 18 Jahre alt und könnte eigentlich noch A-Jugend spielen. Er spielt auch wie ein 18-Jähriger, eben unbekümmert und geradlinig. Ich bin überrascht, wie schnell er sich an den Seniorenbereich angepasst hat. Auch läuferisch ist er auf der Höhe. Wenn er so weitermacht, werden wir noch viel Freude an ihm haben.

11ER: Deutlich erfahrener sind Thomas Muschke und Aboubacar Touré, die in den ersten beiden Partien dieser Saison spielten, doch im letzten Jahr nur wenige Einsatzzeiten sammelten. Sind beide jetzt wieder voll dabei?

Kiemes: Beide sind noch mal voll eingestiegen. Bei Bouba wird es sonntags manchmal knapp. Im letzten Spiel kam er nach und setzte dann von der Bank Akzente. Thomas bringt eine Menge Erfahrung mit und ist ein Vorbild für die jungen Spieler. Die Jüngeren können von ihm lernen. Bei acht Spielern unter 23 Jahren im Kader ist es wichtig, solche erfahrenen Spieler wie Bouba und Thomas dabei zu haben.

11ER: Mit der SG Hermeskeil wartet nun der erste richtige Gradmesser der Saison. Schon im letzten Jahr bot man sich spannende Spiele und Ihr Team revanchierte sich im zweiten Aufeinandertreffen für die Hinspielpleite. Was ist an diesem Wochenende zu erwarten?

Kiemes: Ich erwarte wie in der letzten Saison einen spielstarken Gegner und eine Truppe, die über Außen und in der Spitze eine sehr hohe Geschwindigkeit mitbringt. Mit Andreas Weber hat Hermeskeil den Abgang ihres Trainers und eines wichtigen Spielers zu verkraften. Sie haben aber ein paar Ergänzungen bekommen und ich denke, dass sie oben angreifen wollen. Wir spielen zuhause und sind dort saisonübergreifend seit zehn Spielen ungeschlagen. Diese Serie wollen wir mit aller Macht am Leben erhalten. Wie Sie aber richtig sagen, wird Hermeskeil der erste richtige Gradmesser für uns.

11ER: Wie steht es ums Personal?

Kiemes: Es dürfte keine großen Veränderungen geben. Ludwig dürfte wieder dabei sein, dafür könnten Rößler und Großjean fehlen. Unser Kader ist wie immer klein, aber weil unsere zweite Mannschaft vor uns spielt, werden wir gut gerüstet sein.