11ER: Der Start in die neue Saison fiel mit der 1:2-Niederlage bei der SG Zewen II ernüchternd aus. Sie merkten unter anderem an, dass die Mentalitätsdefizite teils an die letzte Saison erinnerten. Haben Sie schon Training gehabt? Wenn ja, wie haben Sie die Niederlage angesprochen?
David Kwast: Wir haben gestern Training gehabt. Ich habe den Jungs verständlich gemacht, das unsere Toleranzgrenze bei Niederlagen einfach höher sein muss. Verlieren gehört zum Gewinnen dazu. Das ist einfach so und ist Sport. Diese Akzeptanz – nicht mal für Niederlagen, sondern mehr für Rückschläge – müssen wir verinnerlichen. Wenn wir auch morgen gut trainieren, sollten wir gegen Wincheringen konkurrenzfähig sein.
11ER: Mit Kai Werner und Cédric Weber sind neben anderen zwei Leistungsträger gewechselt, dafür fanden andere Spieler den Weg nach Konz. Wie sehen Sie Ihr Team in dieser Saison aufgestellt?
Kwast: Ich denke, dass wir trotz der beiden Abgänge stärker aufgestellt sind als zu Beginn der letzten Saison. Aleksandar Parhamov war ja zum Beispiel nicht von Anfang an dabei. Genau wie Robin Meyer. Beides sind Spieler, die für uns den Unterschied machen können. Wir haben auch immer 17 bis 21 Mann im Training. Der Konkurrenzkampf ist da, die Jungs pushen sich und entwickeln sich durch den Druck weiter. Leider haben wir momentan aber auch einige Verletzte. Unsere gesamte Offensivabteilung mit Bottler, Parhamov und Meyer sind erst seit drei Wochen wieder zurück und haben damit wertvolle Zeit in der Vorbereitung verpasst. Im letzten Spiel fehlte uns auch Lucas Seibel auf der Sechs. Wenn auf diese Weise vier oder fünf Stammkräfte fehlen, wird es für jede Mannschaft schwer.
11ER: Das letzte Fußballjahr beendete der SV Konz auf Platz fünf. Was haben Sie sich für diese Saison als Ziel vorgenommen?
Kwast: Unser Ziel war es eigentlich, oben mitzuspielen. Das haben sich die Jungs auch selbst vorgenommen. Was am Ende bei rauskommt, wird man sehen, denn dazu gehört auch immer Glück. Das sieht man zum Beispiel gerade an unseren Verletzungen. Sowas kann jede Mannschaft treffen.
11ER: Schon im letzten Jahr traf man am zweiten Spieltag auf die SG Wincheringen und verlor deutlich. Im Rückspiel revanchierte man sich dafür. Mit was für einem Gegner rechnen Sie in dieser Saison?
Kwast: Der Kader von Wincheringen hat sich ein bisschen verändert und sie haben ein paar A-Jugend-Spieler dazubekommen. Ich erwarte trotzdem wie im letzten Jahr eine physisch starke Truppe, die bei Standards extrem gefährlich ist. In der letzten Saison gab es kaum ein Spiel, wo sie nicht über einen Standard getroffen haben. Da sind sie schon gut drin. Wir werden uns gut vorbereiten und wollen wieder Fußball spielen. Und natürlich wollen wir in unserem ersten Heimspiel der Saison am liebsten gewinnen.
11ER: Wie sieht es personell aus? Ist Lucas Seibel wieder an Bord?
Kwast: Lucas ist wieder dabei. Parhamov hat sich gestern im Training wohl an der Patellasehne verletzt und musste das Training abbrechen. Da hoffen wir, dass es nichts von Dauer ist. Bottler ist auf dem Weg der Genesung. Robin Meyer ist noch angeschlagen und – wenn überhaupt – eine Option von der Bank. Bastian Neunziger ist im Urlaub.
