Nach fünf Niederlagen platzte beim SV Trier-Irsch II der Knoten – und das ausgerechnet beim SV Konz. Dieser handelte sich seine zweite Niederlage ein und musste damit den Podiumsplatz abtreten.

Die Konzer starteten nach der Niederlage gegen Tawern II mit einer Großchance in die Partie, konnten diese aber nicht nutzen. Das sollte sich rächen, denn so fiel der Führungstreffer auf der Gegenseite: Maximilian Geib drückte eine Hereingabe zum 0:1 der Irscher Reserve über die Linie (19.). Der SVK reagierte und glich noch vor der Pause aus, als Aleksandar Parhamov im Zuge einer Ecke traf (39.).

Im zweiten Durchgang ein ähnliches Spiel: Konz fehlte es der Kaltschnäuzigkeit und Irsch traf. Hakauan Kamphorst Morales verwerte in der 57. Minute eine Flanke zur erneuten SVI-Führung. Diese hielt abermals nicht länger als 20 Minuten, denn Niclas Seibel behielt im Eins-gegen-eins die Nerven (75.). Nur sechs Minuten später folgte die Entscheidung zugunsten der Gäste: Hakauan Kamphorst Morales schlug ein weiteres Mal zu und sicherte der Irscher Zweitvertretung damit den ersten Sieg nach fünf Niederlagen in Folge.

Sven Becker: „Wir merkten in den letzten Wochen, dass wir Punkte verdient gehabt hätten. Es kam aber in Spielen wie gegen Euren nichts bei raus. Wir wollten aber auf das Euren-Spiel aufbauen und haben uns im Vorfeld gesagt, dass keine Mannschaft in der Liga unschlagbar ist. Man hat dann heute gesehen, wofür die zweite Mannschaft des SV Trier-Irsch steht: mannschaftliche Geschlossenheit und dass jeder alles für sein Mitspieler reinwirft. Das war heute der Gamechanger. Wir verteidigten im Kollektiv und waren füreinander da.“

Auf der Gegenseite konnte sich Konz-Coach David Kwast die Niederlage nur schwer erklären: „Es war das gleiche Bild wie gegen Tawern: Fußballerisch waren wir die bessere Mannschaft, aber mental scheinen unsere Gegner stärker zu sein. Wir hatten mehr Möglichkeiten, nutzen unsere Chancen aber wieder nicht. Nach den Gegentoren ging dann der Kopf runter. Das ist mir unverständlich, denn wir haben die Qualität Rückstände zu drehen. Es bringt aber nichts, nur guten Fußball zu spielen, wenn der letzte Wille fehlt. Irsch war sich in jeden Ball rein und machte es gut. So haben sie das Spiel für sich entschieden.“

Aufgrund der zweiten Niederlage in Folge und dem Sieg des Konkurrenten musste der SV Konz den dritten Tabellenplatz an den SV Trier-Olewig abtreten.

Foto: Alfred Weinandy