Der Tabellenfünfte SV Sirzenich kam gegen die schnell umschaltenden Gäste über ein 2:2-Unentschieden nicht hinaus und musste sich diesmal mit nur einem Punkt begnügen.
Am Ende geht das 2:2-Remis in Sirzenich aber in Ordnung. Robin Esser eröffnete mit einem Vollspannschuss in den Knick aus 25 Metern schon früh den Torreigen (5.). Der hatte den Ball schon weit in der Wiesbaumer Hälfte abgefangen, nicht lange gefackelt, bevor der Schuss im Winkel landete. Mit dem ersten Torschuss kamen die Vulkaneifeler nach einem Tiefenpass durch Timon Mathar zum überraschenden Ausgleich (31.). Nachdem sich der SVS gesammelt hatte, legte Sirzenich durch einen verwandelten Elfmeter von Kevin Walter nach Foul an Ibrahim Almoussa wieder vor – 2:1 (39.). Kurz nach der Pause hatte Almoussa das 3:1 zwingend machen müssen, doch der Stürmer traf aus sieben Metern nur die Latte. Ein aus Sicht von SV-Trainer Tillmann Schweitzer unnötiger Elfmeter brachte Wiesbaum den Ausgleich zum 2:2 (75.) Torwart Felix Bollig hatte den mit dem Rücken zum Tor stehenden Lukas Duvivier von den Beinen geholt und Simon Bleser verwandelt. Als Duvivier nach einem langen Einwurf völlig blank stand und aus Nahdistanz verzog, musste Sirzenich um den einen Punkt bangen. „Wir hätten den Sack früher zumachen müssen, ein Sieg wäre verdient gewesen. Wiesbaum zeigte sich als strukturierte und gut organisierte Mannschaft“, analysierte Schweitzer. Vor dem 2:2 hatten Luca Bierbrauer und Yannic Theile nach ruhenden Bällen bereits die Möglichkeit, auf 3:1 zu stellen. „Bis zum 1:1 haben wir sehr überzeugend und druckvoll gespielt“, befand Schweitzer später. SG-Spielertrainer Marco Michels, der wegen eines Pferdekusses ausgefallen war, kommentierte: „Wir waren dem 3:2 am Ende näher als Sirzenich. Beim Stand von 2:2 haben wir einen klaren Elfmeter nicht bekommen, doch mit dem Punkt bin ich zufrieden, weil wir nach Rückständen zweimal zurückgekommen sind und eine gute Moral bewiesen haben. Über weite Strecken haben wir kompakt gestanden und die Räume eng gemacht. Wichtig war, und das habe ich von allen Akteuren gesehen, dass wir den Kampf angenommen haben.“ Das fünfte Remis bedeutete den 14. Punkt auf fremden Plätzen für den Aufsteiger.
Foto: Sandra Maes
