Für die einen ist die Last-Minute-Niederlage mehr als ärgerlich, für die anderen steht ein glücklicher 3:2-Sieg auf den letzten Drücker: Während die Geisfelder auch im 24. Saisonspiel ohne Sieg bleiben, haben die Gäste aus Mehring drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt eingefahren.




Deshalb immens wichtig, weil der SVM erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit den Dreier unter Dach und Fach brachte. Nach Vorarbeit von Mika Weich besorgte Jan Niedenführ in der 15. Minute die Mehringer Führung. Diese hatte jedoch nur bis zur 36. Minute Bestand, ehe Robin Moser einen an Constantin Philipps verwirkten Foulelfmeter zum 1:1 verwandelte. In der zweiten Halbzeit wogte die Partie auf und ab, Kampf und Intensität prägten die Partie im Abstiegskampf. Nachdem Doppeltorschütze Niedenführ einen Strafstoß für die Gäste nicht im Tor unterbringen konnte (79.), weil sich SG-Keeper Luca Thömmes streckte und stark parierte, wurde es wild in der Schlussphase. Nach Pass von René Linster schloss Niedenführ mit seinem 15. Saisontor einen Tempogegenstoß zum 2:1 für den SVM ab (87.). Doch Geisfeld blieb die Antwort nicht lange schuldig und kam durch Spielertrainer Pascal Eli zum Ausgleich – 2:2 (89.). Jankulica war es dann, der nach einer Kombination über mehrere Stationen Dennis Linster in Szene setzte und dieser an den Innenpfosten zum viel umjubelten Mehringer Siegtreffer traf (90.+6). „Unglücklicher kann eine Niederlage nicht ausfallen. Wir sind zweimal stark zurückgekommen und haben ausgeglichen. Wenn man dann in der sechsten Minute der Nachspielzeit so verliert, ist das mehr als unglücklich. Zumal der Schiedsrichter nur vier Minuten angezeigt hatte. Das ist einfach lächerlich. Mehring hat es dann auch clever ausgespielt. Es ist zum Mäusemelken, dass wir selbst solche Spiel nicht ziehen können“, wirkte Geisfelds Trainer Björn Probst nach dem 2:3 noch völlig angefressen. Die größte Möglichkeit, schon früher das 2:2 zu markieren, besaß Max Cronauer, der allein auf den Torwart zugelaufen war, der Chipball aber überm Tor landete. Gutlachen hatte dagegen Mehrings gesperrter Trainer Simon Monzel. „Wir haben über 96 Minuten sehr viel Aufwand betrieben und einen regelrechten Chancenwucher fabriziert. Es war ein kampfbetontes Spiel, bei dem wir viel früher den Deckel draufmachen müssen. Der Siegtreffer in der 96. Minute war der Lohn für das ganze Spiel. Ein Remis wäre auch unverdient gewesen.“