Einen richtigen Abstiegskracher werden die Zuschauer in Schleid zu sehen bekommen, wenn die beiden tief im Abstiegskampf steckenden Teams des SV Schleid sowie der SG Franzenheim aufeinandertreffen.
Beide Mannschaften sind Tabellennachbarn mit gleicher Punktzahl (15), rangieren auf 14 und 15. Der Verlierer dieser Partie wird es mehr als schwer haben, die Klasse noch zu sichern. Der Gewinner liebäugelt gar mit dem Verlassen der Abstiegsplätze, sollte der SV Mehring sein Heimspiel gegen Ruwertal/Gutweiler verlieren. Denn derzeit streiten sich fünf Mannschaften um einen freien Platz für die nächste Saison. Taner Weins, Spielertrainer des gastgebenden SV Schleid erwartet ein intensives Spiel mit Abnutzungscharakter. „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, um dann eine kleine Serie zu starten. Seit Wochen sagen wir, dass wir punkten müssen. Es ist nicht fünf vor, sondern fünf nach Zwölf. Jeder Spieler sollte den Abstiegskampf verinnerlichen, Gras fressen und jeden Meter umpflügen. Es wird haarig, umkämpft und robust zugehen. Wir müssen keinen schönen Fußball spielen, sondern den einfachen mit und gegen den Ball.“ Personell haben die Grün-Weißen etliche Baustellen zu beackern. Nach seinem mittlerweile dritten Kreuzbandriss heißt es für Aaron Matondo nach nur einem Spiel schon wieder: Saison-Aus. Auch Jayden Klein hat Saisonende, Luca Eichner und Tim Hartmann fallen wegen Knieproblemen weiterhin aus. Arthur Hartwick ist Rotgesperrt und Boris Niesen sowie Fabian Mertes sind wegen Oberschenkelzerrungen auch kein Thema. Andere, wie Bagok Akpinar, haben Trainingsrückstand. Eventuell sind Gianluca Bohr und Fabian Breuer wieder Optionen für den Kader. Welche Mittel und Wege findet Franzenheims Trainer Thomas Werhan, um einen ersten Schritt aus der misslichen Lage zu gehen? „Es geht nur über die mannschaftliche Geschlossenheit, über Zusammenhalt, über Standards, mit Kampf und Mentalität. Ich bin überzeugt, wenn wir gut starten, ein frühes Tor erzielen, dass uns diese Dinge einen Push geben können. Jeder Spiler muss sich der Aufgabe bewusst sein, sollte mit mehr Mut und auch mehr Selbstbewusstsein agieren. Doch Druck möchte ich von außen keinen aufbauen“, weiß der 44-Jährige um mögliche Blockaden im Kopf. Personell wird Werhan den gleichen Kader nach Schleid beordern, wie schon zuletzt in Strohn gegen die SG Ellscheid. Nach einem Arbeitsunfall fällt Spielertrainer und Kopfball-Ungeheuer Michael Hassani für etwa vier bis sechs Wochen aus. Eventuell rücken wieder Spieler aus der zweiten Mannschaft in den Kader auf.
Schleid, Samstag, 4.4., 17.30h
Foto: Sandra Maes
