Auch das macht eine Spitzenmannschaft aus: In der dritten Minute der Nachspielzeit kam der SV Trier-Irsch bei den so heimstarken und unbequemen Schillingern noch zum 3:2-Siegtreffer.


Mit jetzt fünf Siegen in fünf Spielen bleibt die Weste der Männer aus dem Trierer Stadtteil blütenweiß. Spielertrainer Sebastian Szimayer wusste, wie knapp und glücklich dieser Sieg im Hochwald ausgefallen war. „Wenn man in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt, hat man mehr als Glück gehabt. Die ersten 20 Minuten waren okay. Da sind wir 2:0 in Führung gezogen, doch im Anschluss an diese wirklich gute Phase haben wir komplett den Faden verloren und agierten sehr unstrukturiert. Auch über weite Strecken der zweiten Halbzeit standen wir manchmal unorganisiert und haben vieles vermissen lassen. Da hat es an zündenden Ideen gefehlt, während Schillingen sehr kompakt stand. Doch wir wollen uns über die drei Punkte nicht beschweren. An der Qualität lag es nicht, dass wir heute mit einem blauen Auge davongekommen sind, eher an der Einstellung. Hut ab vor Schillingen, die hier vieles probiert und immer kämpferisch dagegengehalten haben.“ Ein bisschen geknickt wirkte nach der Partie Schilligens Coach Gerd Morgen. Der war mit seiner Mannschaft nur haarscharf an einem Punkt gegen den Tabellenführer vorbeigeschrammt. „Wir haben es dem SV Trier-Irsch lange sehr schwergemacht, sein Spiel aufzuziehen. Hintenraus sind uns die Kräfte und auch die Konzentration ausgegangen. Doch ich muss den Hut vor meinen Männern ziehen, wie sie die taktischen Dinge umgesetzt und die Räume zugelaufen haben. Mit ein bisschen mehr Mut wäre mehr drin gewesen. Doch wir nehmen dieses Selbstbewusstsein, das wir gegen Irsch gezogen haben, gerne mit ins nächste Spiel nach Tarforst“, erklärte der Trainer-Dino. Doch zum Spiel: Der SVI kam durch einen von Johannes Polster abgegebenen und von Jan Zender noch abgefälschten Schuss ins eigene Tor zur frühen Führung (18.). Als zehn Minuten später Luca Sasso-Sant nach einer von Konstantin Arens getretenen Ecke goldrichtig am zweiten Pfosten lauerte, stand es 0:2. Haiko Wagner brachte die Schillinger Hoffnungen nach einer Flanke von Luca Bernheine mit dem 1:2 noch vor der Pause zurück (40.). Der Baum brannte in der 73. Minute dann lichterloh, als Tobias Anell – laut Morgen der beste Mann auf dem Platz – aus 16 Metern abzog und zum 2:2-Ausgleich traf. Doch einen letzten Freistoß auf den zweiten Pfosten bekam der TuS nicht mehr verteidigt, als der aufgerückte Linus von Keutz eine Ablage von Benjamin Thorbeck aus acht Metern zum 3:2 veredelte – 2:3 (90.+3).