Es bleibt dabei: Gegen Schweich tun sich die jeweiligen Gegner in der Schlussphase stets schwer und kassieren regelmäßig Gegentreffer. So auch am Sonntag am Schweicher Winzerkeller.

Baran Hassan brachte die Trierer nach einem zügig vorgetragenen Konter über mehrere Stationen mit dem Halbzeitpfiff in Front. „In Halbzeit eins war es ein typisches Null-zu-Null-Spiel mit nur ganz wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Nach einem Fehler aus einer eigenen Ecke resultierend fiel das 0:1. In der zweiten Halbzeit haben wir offensiver agiert und 20 sehr druckvolle Minuten gehabt. Das 1:1 hätten wir früher erzielen müssen. Die DJK hätte aber auch ihre Führung ausbauen können, denn sie besaßen zwei glasklare Konterchancen, doch unser Keeper Nils Sklarski hat gut aufgepasst“, blickte TuS-Trainer Patrick Quary zurück. Zwei Minuten vor Schluss fiel dann doch noch der erlösende Ausgleich für die Mosella. Der eingewechselte Pierre Nospers war erst in der 81. Minute reingekommen, wurde nach einem Sprint umgegrätscht und es gab Elfmeter. Kenneth Harrow nahm sich der Aufgabe an und verwandelte sicher – 1:1. „Wir haben Moral bewiesen und uns mit einer starken Schlussoffensive noch belohnt. Im Großen und Ganzen geht das 1:1 so in Ordnung“, wusste Quary um ein hartes Stück Arbeit. Marius Cebotarean musste bereits nach 17 Minuten mit Kniebeschwerden raus. Vorsorglich nahm Quary auch Alexander Wenzel vom Platz. Der war mit Gelb vorbelastet, der Trainer wollte kein Risiko einer möglichen Gelb-Roten Karte eingehen. DJK-Spielertrainer Ahmed Boussi haderte erneut mit dem Spielverlauf und einer weiteren vertanen Chance, mit einem Sieg in die Spitzengruppe zurückzukehren. „Trotz der Tatsache, dass jeder unheimlich viel investiert, bringen wir uns oft um den Lohn. So bringen uns individuelle Fehler des Torwarts, der den Ball in völlig unnötiger Hektik in den Fuß des gegnerischen Stürmers spielt, um den Lohn von drei sicher geglaubten Punkten. Wir haben den Kampf und die Temperaturen angenommen und alles investiert, doch dann stehst du wieder nur mit einem Punkt da. Wir haben zudem auch eigene Chancen nicht konsequent genutzt. Exemplarisch dafür ist, dass Baran Hassan aus fünf Metern seinen Gegenspieler anschoss. Das eigene Selbstverständnis fehlt derzeit und auch das Selbstvertrauen. Uns fehlt die Überzeugung, das Tor unbedingt machen zu wollen. Wir kriegen zu viele Elfmeter gegen uns und verwerten die eigenen nicht oder nur unzureichend. Die Saison hat uns jetzt nach fünf Spieltagen schon gezeigt, dass wir Rückschläge annehmen müssen.“ 

Foto: Archiv/Sandra Maes