In einem Spiel auf Augenhöhe erzwang der neue Spitzenreiter aus der Westeifel das Glück und sackte mit einem Last-Minute-Treffer des alles überstrahlenden Johnny Bisschops doch noch alle Punkte ein.
Denn in der vierten Minute der Nachspielzeit erlöste der Mittelstürmer die Isleker, der zudem zum besten Akteur avancierte. Lüxem zeigte sich als spielstarkes Ensemble, der es den Westeifelern ein ums andere Mal schwer machte. Mit einem herrlichen Seitfallzieher ins rechte Eck hatte Bisschops die Gäste zunächst in Führung gebracht (20.). Detsit Choompong war es, der mit dem Halbzeitpfiff zum Lüxemer Ausgleich traf. Florian Moos, der verletzte Spielertrainer der SG Daleiden, gab folgende Einschätzung ab. „Es war ein glücklicher Sieg, der aber auch nicht unverdient ausfiel. Denn wir hatten bereits vorher dicke Torchancen von Jan Mayers und Johnny. Lüxem hat uns enorm unter Druck gesetzt und sich stark präsentiert. Dass wir bis zum letzten Angriff nicht aufgeben, zeigt die letzte Aktion, die über Torwart Tom Hagedorn über Tom Biewald bis zu Robin Antony super herauskombiniert wurde.“ Lüxems Spielertrainer Patrick Schmidt kommentierte enttäuscht: „Es ist immer ärgerlich, wenn du mit der letzten Aktion einen Lucky Punch gegen dich bekommst. Denn wir waren über weite Strecken ebenbürtig.“ Schmidt betonte, dass ein Stürmer da stehen muss, wo Bisschops stand. „Insbesondere nach der Halbzeit hatten wir 20 starke Minuten, als wir sehr gut und griffig im Spiel waren, aber lediglich ein paar Halbchancen besaßen. Vielleicht haben wir den Respekt vor Daleiden etwas zu spät abgelegt. Der finale Pass kam oft nicht an oder wir haben die falschen Entscheidungen getroffen. Daleiden musste aufgrund unseres Pressings oft mit langen Bällen operieren.“ Die Leistung, so der Coach des SVL, aber habe in jedem Fall gestimmt.
Foto: Sandra Maes
