VfL-Trainer Marco Neumann wusste nach dem 1:1 gegen den SV Konz nicht so richtig, wie er das Ergebnis einzuordnen hatte.
„Wir haben unglaublich viele Chancen liegenlassen. Von daher bin ich eher enttäuscht, dass wir nur 1:1 gespielt haben. Da haben wir zwei Punkte verloren. Wenn man aber in der 90. Minute das 1:1 erzielt, holst du den Punkt gerne mit. In der ersten Halbzeit war es ein schwaches A-Ligaspiel von beiden, chancenarm und ohne die großen Höhepunkte.“ Dabei hatte Patrick Hardge in der 94. Minute sogar die große Möglichkeit, den Siegtreffer für den VfL zu markieren, als er allen auf den Konzer Torwart Jordan Nkamgove zugelaufen war, jedoch scheiterte. Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit gehörten dem SV Konz, der bereits in der vierten Minute Nils Noner verlor, der sich in einem defensiven Laufduell den Oberschenkel gezerrt hatte. Mit einem straffen 15-Meterschuss aus halblinker Position markierte Neal Thome das 1:0, als dessen Schuss vom Innenpfosten ins Tor einschlug. Glück hatte der VfL anschließend, als ein Fernschuss von Dominik Güth und ein Kracher von Kai Werner an die Latte klatschte. „Nach 65 Minuten hatten wir das Spiel wieder komplett im Griff, wir zogen ein Powerplay in Richtung Konzer Tor auf, doch der Ausgleich wollte und wollte nicht fallen.“ Wie Neumann berichtet, habe Till Wollenweber nach seiner Einwechslung gleich zwei dicke Möglichkeiten gehabt. Mit einer der letzten Aktionen drückte schließlich Felix Finkenberg den Ball nach einer von Nkamgove zu kurz abgewehrten Faustabwehr aus zwölf Metern per Kopf über die Linie – 1:1 (90.). „Es hat mich besonders für Felix gefreut, dass ausgerechnet er das Tor gemacht hat, weil ihm zuvor das Spielglück so oft fehlte. Jetzt sind wir das dritte Spiel in Folge ungeschlagen geblieben. Allein das zählt.“ Der Konzer Trainer Stefan Reifenberg sah eine ähnliche Spielbewertung. „Insgesamt war es ein leistungsgerechtes 1:1. Die erste Halbzeit war abtastend, der VfL hatte eine gute Torchacne, wir eine halbe. Wir sind dann nach einer schönen Kombination über Dominik Güth und Steve Nederveen in Führung gegangen, müssen in der starken Phase danach aber das 2:0 nachlegen. Da trafen wir auch zweimal die Latte. Hinten raus wurde es ein bisschen wild, ich musste Dominik Güth wieder rausnehmen. Da hatten wir keine Stabilität mehr im Spiel. Der VfL hat alles nach vorn geworfen und das 1:1 gemacht. Einige Schiedsrichter hätten in jener Szene auf Foul am Torwart entschieden, er hat aber die Aktion weiterlaufen lassen. In den Minuten der Nachspielzeit waren wir dann ein bisschen von der Rolle und hätten das Spiel fast noch verlieren können. Doch Jordan hat uns den einen Punkt festgehalten. Es ist natürlich nervig, wenn jede Woche Spieler wegbrechen und ich das Team umbauen muss.“
