In einem vorgezogenen Spiel des 6. Spieltages holte sich Bezirksligaabsteiger SV Konz drei ganz wichtige Punkte, um die Gefahrenzone zu verlassen.


Der Konzer Trainer Stefan Reifenberg bezeichnete die Partie gegen starke Rioler, die sich jedoch im Auslassen von Großchancen übertrafen, als ein ähnliches Spiel wie gegen den TuS Schillingen. „Die erste Torchance  hatte Riol zum 1:0 nach einem Abwehrfehler von Nils Noner, den Fritz Wien im Tor aber ausbügelte. Nach dem frühen 1:0 durch David Lederer hatten wir Möglichkeiten auf das zweite und dritte Tor, waren gut im Spiel, doch Riol kam mit zunehmender Spielzeit zu einigen klaren Chancen. Da können wir uns bei Fritz Wien bedanken, der einige Umschaltmomente der Rioler klasse pariert hat. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Tim Kugel wurde es das umkämpfte, ruppige und zähe Spiel. Es gab viele Nickeligkeiten. Wir mussten in Unterzahl mit langen Bällen agieren, weil Riol uns mit vier Leuten angelaufen hat. Dennis Reiss muss mit seinem Alleingang aufs Rioler Tor das 3:1 machen. Wir sind happy über diesen doch glücklichen Sieg. Momentan kommen wir über Kampf und viel über Zusammenhalt. Mit den sieben Punkten nach dem katastrophalen Fehlstart sind wir erstmal sehr froh“, sah SVK-Coach Stefan Reifenberg eine engagierte Vorstellung seines Teams gegen eine im Abschluss glücklose Rioler Mannschaft. Doch von vorn. David Lederer war nach einer Flanke am zweiten Pfosten eingelaufen und setzte sich aus kurzer Distanz zur Konzer Führung durch (7.). Nach einem  Freistoß aus dem Halbfeld gelang Lukas Laux für die Gäste der Ausgleich zum 1:1 (55.). Nach einem langen Ball über die Rioler Abwehrkette von Kai Werner war Steve Nederveen in den Raum gelaufen hatte zum 2:1 über den herauseilenden Christian Weingärtner gelupft (78.). Sechs Minuten vor dem Ende landete ein Freistoß von Nederveen am Außenpfosten. Riols Trainer Jan Küchling verstand nach den 90 Minuten von Konz die Welt nicht mehr. „Es war ein gefühltes Chancenverhältnis von 20:2 für uns. Was mich ärgert, ist, dass zwei, drei lange Bälle gereicht haben, uns in Rückstand geraten zu lassen. Nach dem 0:1 laufen wir dreimal aufs Konzer Tor zu und bekommen es nicht hin, den Ball über die Linie zu drücken. Auf der anderen Seite stochern wir uns den Ball selbst rein. Jeder hat, denke ich, gesehen, dass wir das Spiel gewinnen müssen. Aus verschiedenen Gründen besitzen wir derzeit nicht das Niveau, A-Liga zu spielen. Deswegen stehen wir auch da, wo wir gerade sind. Wir spielen oft am Limit, doch es reicht momentan nicht.“ Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Louis Welter. Nach 20 Minuten musste der Spielmacher den Platz mit Verdacht auf Innenbandabriss verlassen.

Foto: Alfred Weinandy