Die Mannen von Schodens Coach Peter Schuh und seines Assistenten Christoph Anton wurden ihrer Favoritenrolle an der Zeltinger Brücke mehr als gerecht und siegten auch in der Höhe verdient mit 6:1.
Der Saartal-Express kam aber erst zur zweiten Halbzeit so richtig auf Touren. Während es die erwartet hohe Niederlage gab für das Schlusslicht aus Zeltingen-Rachtig, thront die SG Saartal mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel weiterhin von der Tabellenspitze. Trotz des 1:6 hielten die Hausherren eine Halbzeit richtig gut mit, ehe binnen zehn Minuten die Partie komplett an die Gäste ging. Simon Fliegen brachte den Ligaprimus nach sechs Minuten in Führung. Als Nicolas Jakob die Saartaler Führung nach 37 Minuten ausbaute, glaubten viele der 150 Zuschauer schon an ein frühes Debakel. Doch Luca Schädler brachte die Hoffnungen der Moselaner noch vor der Halbzeit zurück – 1:2 (40.). Dann kam es , wie so oft in dieser Saison: Zeltingen verlor den Faden, ließ Zweikampfstärke und Präsenz vermissen und kassierte binnen zehn Minuten durch Nicolas Jakob (47.) und dem erneut doppelt netzenden Torjäger Dominik Lorth (50., 57.) drei Treffer zum 1:5. Den Schlusspunkt setzte Nico Kruppert, der das halbe Dutzend für den Spitzenreiter vollmachte (72.). SV-Trainer Thomas Mayer sah eine Partie, die nach der Pause komplett in die für ihn falsche Richtung ging. „Über 50 Minuten haben wir ein sehr gutes Spiel abgeliefert, hatten auch konditionell keine Probleme, doch irgendwie sind wir nach der Pause im Kopf nicht mehr da. So haben wir das von uns im Vorfeld angekündigte achtbare Ergebnis gegen den Tabellenführer nicht mehr erreicht. Nach 15 Minuten in der zweiten Halbzeit, als wir zum wiederholten Male alles vermissen ließen, haben die Schodener in kürzester Zeit drei Tore geschossen. Das hat uns ein weiteres Mal das Genick gebrochen. Wir müssen unsere Punkte woanders holen.“ Saartal-Sportchef Philip Kramp sah eine Partie, „die zwar in der ersten Halbzeit ausgeglichen war, aber nach dem 3:1 alles nach Plan lief. Domme Lorth ist in der Form seines Lebens und hat wieder doppelt getroffen.“ Kramp sprach auch davon, dass sich Zeltingen kompakt hinten reingestellt habe, nur wenige Möglichkeiten besaß. „Mit unserer derzeitigen Geilheit, Tore zu erzielen, haben wir den Gegner dann an die Wand gespielt. Entscheidend war, als Zeltingen noch gut mithielt, dass Nici Jakob mit seinen Toren vor und kurz nach der Halbzeit das Momentum auf unsere Seite gezogen hat. Die erste Halbzeit war wirklich ausgeglichen.“
Foto: Sandra Maes
