Mit zwei eiskalten Nadelstichen kurz vor und nach der Halbzeit rang die SG Schöndorf nach drei Niederlagen am Stück die noch immer nicht final gesicherte SG Kordel nieder.

Kordel hatte zunächst mehr vom Spiel und vergab zahlreiche Gelegenheiten. So parierte SGS-Keeper Christian Faß einen Volleyschuss von Marc Willems, Lichter stand nach einer Flanke von Nico Dücker blank, erwischte die Kugel nicht mehr. Zu überhastet hatte Sascha Schrodt in der 13. Minute abgeschlossen, als er von Dücker mit einem langen Ball bedient wurde. Schöndorf agierte effektiv und kam in der 44. Minute zur Führung, als ein weiter Einwurf von Michael Hassani den Kopf von David-Ovduz Rus fand. Die Hausherren drängten nach der Pause auf das zweite Tor und wurden prompt belohnt. Nachdem Christian Leibrock im Kordeler Kasten eine direkt auf das Tor gezirkelte Ecke noch abwehren konnte, war es Hassani, der im Anschluss an diesen Eckball mit dem Kopf zum 2:0 zur Stelle war. Die Gäste hatten auch danach gute Einschussmöglichkeiten, die Partie nochmals spannend zu machen, doch Thomas Lichter vergab aus zwei Metern kläglich und verzog in den wolkenverhangenen Franzenheimer Nachmittagshimmel. Im weiteren Verlauf hatten es auch die Gastgeber nicht so mit der Effizienz. So entschärfte Leibrock einen stramm getretenen Freistoß von Philipp Mendgen, Hassani stand wenig später bei seinem Kopfball blank, als dieser einen Mendgen-Freistoß um Haaresbreite nicht im Tor der Gäste unterbrachte. Eine Direktabnahme von Lucas Jungandreas fand in Leibrock ihren Meister. „Uns ging es vor der Partie darum, nach der schlechten Leistung in Schweich noch mal ein anderes Gesicht zu zeigen und die Köpfe hochzubekommen“, war die Marschroute für Schöndorfs Coach Thomas Werhan vor der Partie klar definiert. Vor allem galt es für seine Mannschaft, über Standards zum Erfolg zu kommen. Werhan: „Das haben wir eindrucksvoll umgesetzt. Sowohl beim 1:0, das aus einem langen Einwurf resultierte, als auch beim zweiten Tor, das durch einen Eckball fiel, haben wir es gut über die ruhenden Bälle hinbekommen. Fußballerisch war es nicht das Allerfeinste, was beide Mannschaften angeboten haben, doch das war mir im Endeffekt auch egal. Wichtig war, dass wir zusammengearbeitet und zusammengehalten haben. Der Sieg ist umso schöner, auch wenn es fußballerisch ein Spiel auf überschaubarem Niveau war.“ Der Coach des Tabellendritten betont, dass Kordel ein paar sehr gute Chancen zum 2:1 gehabt habe. „Machen die das 1:2, wird es noch mal hektisch. Doch hintenraus haben wir Spiel und Gegner ganz gut im Griff gehabt.“ Die Einschätzung von Kordels Coach Klaus Grüber fiel wie folgt aus: „In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe mit Torchancen auf beiden Seiten. Es ging hin und her. Zu psychologisch ungünstigen Zeitpunkten haben wir vor und unmittelbar nach der Halbzeit die Gegentore bekommen. Der Sieg für Schöndorf geht in Ordnung, weil sie aggressiver agiert haben und uns in der Lufthoheit überlegen waren. Wir haben es trotz zwei, drei sehr guter Chancen nicht mehr geschafft, das Spiel noch zu drehen.“ Beim Stand von 0:0 hatte Kordel etliche gute Torchancen, doch Christian Faß im Schöndorfer Kasten habe auch „mehrfach fantastisch gehalten“.