11ER: Die SG Fidei absolvierte aufgrund spielfreier Wochenenden erst zwei Saisonspiele, die man beide gewinnen konnte. Wie bewerten Sie diesen Saisonstart?
Stefan Reifenberg: Mit der Punkteausbeute bin ich sehr zufrieden. Man kann die bisherigen Spiele aber nur schwer einordnen, da unsere Gegner derzeit unten stehen und die Tabelle aktuell wenig Aussagekraft besitzt. Gegen Ruwertal war ich nicht zufrieden mit unserer Leistung, weil wir zu viele Fehler gemacht haben. Wir waren im Spiel nach vorne zu langsam und hatten viele Abspielfehler. Der Sieg war aber verdient. Gegen Pluwig war die erste Halbzeit sehr gut und wir haben 5:0 geführt. In der zweiten haben wir dann nachgelassen. Das ist vielleicht verständlich, wenn man schon hoch führt, aber im Hinblick aufs Einspielen hätte ich mir eine andere Leistung gewünscht. Ich will unsere Leistungen aber nicht schlecht reden. Mit sechs Punkten dürfen wir sehr zufrieden sein und wir haben uns auch gesteigert.

11ER: Am spielfreien Wochenende hat die Fidei ein Testspiel gegen A-Ligist Kordel absolviert und 4:4 gespielt. Keine schlechte Leistung…
Stefan Reifenberg: Das stimmt. Man muss dazu sagen, dass auf beiden Seiten der ein oder andere nicht dabei war. Das sieht man daran, dass in der Verteidigung unser Co-Trainer Frank Buschmann noch mit 48 Jahren von Anfang an gespielt hat. Über 80 Minuten war ich mit unserm Auftritt sehr zufrieden. Wir waren 4:1 am führen und haben unsere Fehlpässe im Vergleich zu den anderen Spielen minimiert. Dann haben wir aber irgendwie den Schlendrian reinbekommen. Das 4:2 war ein Traumtor von der Mittellinie – wir haben einen Fehlpass gespielt und unser Torwart war 20 Meter vor dem Tor, was der Kordeler super ausgenutzt hat. Am Ende bekommen wir dann in acht Minuten noch drei Gegentore und das Spiel endet 4:4. Da waren wir also wieder nicht konsequent bis zum Schluss. Ich bin den Jungs aber auch nicht böse, denn wir hatten samstags noch eine interne Feier, bei der das Trainerteam und die Neuen eingeführt wurden. Das war ein wenig feucht-fröhlich. In Kombination mit den Temperaturen und dem Spielermangel auf beiden Seiten, war die Konzentration da vielleicht nicht mehr ganz da.

11ER: Sie haben vor dem ersten Saisonspiel angemerkt, dass sie noch nicht alle Spieler testen konnten. Hat sich mittlerweile eine Startelf herauskristallisiert?
Stefan Reifenberg: Mit Hendrik Könemann, Alex Plein und Michael Junk sind immer noch Spieler verletzt oder noch nicht wieder fit. Auch Sebastian Tögel konnte in der Vorbereitung nur wenig spielen, sodass ich mir noch keinen richtigen Eindruck machen konnte. Es gibt auch noch andere Ausfälle, aber so hat sich jetzt eine Startelf herauskristallisiert. Die Mannschaft macht das auch ordentlich, ist lernwillig und wissbegierig. Ich sag mal so: Die Mannschaft weiß viel, aber noch nicht ganz, wo ich mit ihr hin will. Deswegen waren die spielfreien Wochenenden auch nicht ganz schlecht, weil wir dort in Ruhe trainieren konnten. Wie schon gesagt, gibt die Tabelle aber aktuell ein völlig falsches Bild. Ich kann es ehrlich gesagt auch nicht ganz nachvollziehen, wieso man es so geregelt hat. Die Mannschaftszahl in der Liga ist gerade, man hätte also auch einfach mit allen Teams Spieltage pausieren oder zwei Wochen später anfangen bzw. noch früher in die Winterpause gehen können. So wie es jetzt ist, finde ich es eher suboptimal.

11ER: Der kommende Gegner ist die SG Züsch. Wie stark schätzen Sie die Mannschaft ein?
Stefan Reifenberg: Ich erwarte eine sehr robuste und kampfstarke Mannschaft. Ich habe nach den Spielen gegen Bekond und Riol Informationen eingeholt. Gegen Bekond haben sie auch nach hohem Rückstand große Moral gezeigt und auch im ersten Spiel gegen Riol haben sie nur knapp verloren. Beides sind Mannschaften, die ich oben sehe. Ich erwarte deshalb ein spannendes Spiel, auch, wenn ich zum Personal nichts genaueres sagen kann. Züsch ist aber schon sehr lange in der Liga und nach dem Zusammenschluss mit Hermeskeil gut aufgestellt. Wir möchten den positiven Trend mitnehmen, sind gut drauf und wollen im dritten Heimspiel den dritten Heimsieg einfahren.