11ER: Der SV Gutweiler traf an den ersten drei Spieltagen auf die vermeintlichen Topteams Niederkell, Riol und Bekond. Drei Punkte konnten in diesen Spielen verbucht werden. Wie bewerten Sie den Auftakt in die neue Saison?
Martin Flesch: Es war ein schweres Spiel in Kell und von uns leider erst in der zweiten Halbzeit ein gutes. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, in der zweiten eine Reaktion gezeigt und dann doch noch ein gutes Spiel abgeliefert. Gegen Riol war es eine sehr gute Mannschaftsleistung. In der Höhe war es dann vielleicht ein, zwei Tore zu hoch. Nach dem 3:1 war der Bann aber gebrochen und der Gegenwille von Riol nicht mehr so hoch. Das letzte Spiel gegen Bekond war ausgeglichen und wäre meiner Meinung nach ein gerechtes Unentschieden gewesen. Wir waren in der ersten Halbzeit leicht spielbestimmend, Bekond in der zweiten. Sie nutzten leider ihre Chancen, was wir in der ersten Hälfte versäumten. Das 0:3 ist dann auch zu hoch – zwei Tore sind hintenraus gefallen, als wir aufgemacht haben. Insgesamt können wir mit der Leistung also zufrieden sein, mit der Punkteausbeute aber nicht. Da haben wir uns mehr erhofft, trotz der Spiele gegen Topteams.
11ER: Wieso hat es in diesen Spielen nicht zu mehr Punkten gereicht? Wo sehen Sie Verbesserungspotential?
Martin Flesch: Wir müssen es schaffen, auch über 90 Minuten guten Fußball zu spielen und nicht nur über 45 oder 60. Auch die kämpferische Leistung müssen wir über die gesamte Spieldauer aufrecht halten. Man sieht an den Ergebnissen, dass in dieser Klasse jeder jeden schlagen kann. Dafür muss man aber volle 90 Minuten wach sein und alles dafür tun, am Ende einen oder drei Punkte mitzunehmen.
11ER: Sie kennen die Mannschaft bereits länger als Ihr aktueller Trainer Günter Karthäuser und waren bereits unter Jürgen Flesch als Co-Spielertrainer tätig. Was trauen Sie der Mannschaft in diesem Jahr zu?
Martin Flesch: Unsere Mannschaft hat ein sehr großes Potential und ist auch noch jung. Aktuell muss man das alles mit Vorsicht genießen, weil viele verletzt oder angeschlagen sind. Muskuläre Probleme waren nach der langen Corona-Pause aber zu erwarten. Generell ist die Mannschaft gut aufgestellt und im Mittelfeld der Tabelle können wir eine gute Rolle spielen. Auch Gegner, die am Ende vermeintlich oben stehen werden, können wir ärgern.
11ER: Im nächsten Spiel wartet der FC Schöndorf, der das letzte Aufeinandertreffen mit 4:1 gewann. Was für eine Mannschaft erwarten Sie am Wochenende?
Martin Flesch: Schöndorf ist ein starker Gegner. Sie sind kämpferisch stark und haben auch individuell gute Spieler. Es ist auch ein Derby und da werden sie genauso heiß drauf sein, wie wir. In den letzten Jahren hatten wir gegen Schöndorf meist das Nachsehen, aber wir wissen, wo wir ansetzen können und auf was wir achten müssen.
11ER: Wir sieht es personell vor dem Topspiel aus?
Martin Flesch: Jannik Müller wird uns berufsbedingt fehlen. Hinzu kommen sechs angeschlagene Spieler. Davon werden nicht alle ausfallen, doch wir müssen aufpassen, wie wir das Training und die Belastung steuern. Wir wollen keine längeren Verletzungen riskieren. Unser Kader ist zum Glück breit genug.