Einen permanent wichtigen Sieg im Abstiegskampf verbuchte der SV Zeltingen-Rachtig im Kelleduell mit dem TuS Schillingen.
Während die Moselaner aus den Abstiegsrängen gesprungen sind, stehen die Hochwälder noch immer mitten drin. Mit fünf Zählern Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz (SG Rascheid) haben es die Schillinger aber noch selbst in der Hand, mit einer Siegesserie den Spieß noch umzudrehen. Im Kellerduell drehte Zeltingen-Rachtig einen 0:1-Halbzeitrückstand nach einem Treffer von Timo Berang in der 37. Minute noch um und gewann mit 4:1. Die Heimelf hatte im Spielaufbau einen Ball verloren und Schillingen bei seinem Führungstreffer schnell umgeschaltet. Nachdem Alex Schiffmann mit einem 22-Meterschuss ins linke Eck zehn Minuten nach Wiederbeginn die Schillinger Führung egalisierte, ging es anschließend Schlag auf Schlag. Binnen vier Minuten erzielten die Moselaner drei Treffer. Florian Blesius (65.), Julian Dietz (68.) und erneut Schiffmann (69.) ließen den Sieg für Zeltingen komfortabel ausfallen. Blesius, der zur Halbzeit eingewechselt wurde, nutzte ein Zuspiel von Yannik Dietz zum 2:1. Nach einer Ecke nagelte Julian Dietz die Kugel per Direktabnahme ins kurze Eck – 3:1. Und beim vierten Treffer hatte Schiffmann einen zu kurz geratenen Rückpass zwischen Torwart und Abwehrspieler erlaufen und im Eins-gegen-eins mit der Picke das 4:1 markiert. In einer Situation hatten die Hausherren Glück, als ein Treffer von Tobias Anell aufgrund eines zuvor begangenen Foulspiels an Torwart Dominik Henchen den Gästen wieder aberkannt wurde. SV-Trainer Björn Griebler sah zwei grundverschiedene Halbzeiten. „In der ersten Halbzeit haben wir ängstlich und tiefstehend agiert. Mit den Wechseln und den richtigen Worten haben wir dann die richtigen Lösungen gefunden und Schillingen komplett im Griff gehabt. Es war ein enorm wichtiger Sieg, so konnten wir Schillingen auf Distanz halten.“ Der SVZR fiebert nun am Sonntag dem nächsten Kellerhit beim SV Lüxem entgegen. Schillingens Trainer Werer Berger sah die Partie so: „Es waren zwei verschiedene Halbzeiten. In der ersten Halbzeit waren wir total überlegen, konnten aber unsere Überlegenheit nicht in mehr Zählbarem als dem einen Tor von Timo ummüntzen. Unter anderem wurde uns ein klarer Elfmeter vom Schiedsrichter nicht zugesprochen. Nach Wiederanpfiff waren einige Spieler gedanklich noch in der Kabine, denn uns fehlte die Kompaktheit. Im Vorfeld hatte ich davor gewarnt, dass der Gegner jetzt nochmal alles nach vorne werfen würde, aber es kam wohl nicht so richtig an.
Demzufolge fiel dann auch der Ausgleich. Danach haben wir uns dann ein bisschen berappelt und kamen eigentlich zum erneuten Führungstreffer, doch dieser wurde uns vom Schiedsrichter verwehrt. Selbst die gegnerischen Spieler haben nach dem Spiel zugegeben, dass es eine Fehlentscheidung vom Schiedsrichter war. Unserem Stürmer wurde gefährliches Spiel unterstellt, der Torwart ist klar am Ball vorbei gesprungen. Das ist dann maximal unglücklich .In unserer Situation kommt dann eben auch noch Pech mit dem Schiedsrichter dazu. Beim 2:1 für Zeltingen waren wir zu offensiv und haben die Restabsicherung vergessen.“
