In einem Spiel aus der unteren Tabellenhälfte entführte der FSV Tarforst einen eminent wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Die Höhenstädter profitierten dabei auch vom 1:1 der SG Osburg in Rascheid, als der Konkurrent zwei wichtige Punkte liegengelassen hatte.
Vielleicht war es ein Punkt, der dem FSV noch weiterhelfen wird, zumindest mal ein Achtungserfolg, der seit vier Partien in Folge den ersten Punkt bescherte. In einer munteren Begegnung stand Tarforst zunächst tiefer, versuchte aber mit schnell ausgeführten Umschaltmomenten zum Erfolg zu kommen. Die im ersten Abschnitt überlegenen Kordel-Welschbilliger schlossen in der 44. Minute einen sehenswerten Angriff über Nicolas Dücker zum 1:0 ab, als Markus Sausen im Zentrum aufgetaucht war und mit seinem ersten Saisontor per Kopfball für ausgelassenen Kabinenjubel sorgte. Im zweiten Durchgang wurde die umkämpfte Partie offener und Tarforst kam durch Paul Kersthold in der 56. Minute zum nicht unverdienten Ausgleich. Im Gegenteil: Kordel musste aufgrund etlicher verheißungsvoller Chancen der Trierer sogar noch um den Punkt zittern. SG-Trainer Klaus Grüber bilanzierte ein leistungsgerechtes Unentschieden. „Tarforst hatte einen ordentlichen Kader dabei mit Unterstützung der ersten Mannschaft. Die waren gut eingestellt und hatten in der zweiten Halbzeit auch zwei, drei gute Abschlüsse. Da dürfen wir uns nicht beschweren, wenn wir das Spiel verlieren.“ Zweimal zeigte der junge Schiedsrichter auf den Punkt, als berechtigterweise auf Handspiel erkannt wurde. Doch beide Strafstöße landeten nicht im Tor. In der 15. Minute parierte Kordels Keeper Christian Leibrock einen Elfmeter von Kersthold, in der 30. Minute zog Kordels Thomas Lichter dann einen weiteren Handstrafstoß übers Tor. Weil er angeschlagen war und erst spät in die Partie kam, fehlte Grüber im Offensivzentrum mit Sascha Schrodt ein Tempospieler. „Wir haben uns heute nicht so viele Torchancen herausgespielt“, so Grübers Abschlusskommentar.
