Die zweite Mannschaft von Oberligist Eintracht Trier hat ihr Spitzenspiel gegen die bis dato auf Platz zwei rangierende SG Schöndorf/Pellingen/Franzenheim mit 2:1 für sich entschieden und die Tabellenführung gefestigt. Ärgster Verfolger der Mannschaft von Coach Timo Zeimet ist jetzt der SV Sirzenich, der sein Heimspiel gegen Longuich mit 4:2 gewann.

Vor der tollen Kulisse von 280 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz des Moselstadions entwickelte der SVE von Beginn an enormen Druck. Doch die Abwehr des Aufsteigers aus dem Hochwald hielt den Angriffen just bis kurz vor der Halbzeit stand, ehe Lukas Herkenroth für die Erlösung sorgte bei den Trierern. André Thielen hatte einen Einwurf nahe der Eckfahne in den Strafraum gebracht. Der flog an Freund und Feind vorbei, bis der Trierer Torjäger den Ball mit dem Kopf in die lange Ecke abfälschte – 1:0 (41.). Bis dato erwies sich Schöndorf als ebenbürtiger Gegner, der sogar einige Halbchancen zur Führung hatte. Die Gäste hatten sogar mehr vom Spiel, lauerten auf Umschaltmomente und verhinderten das erwartete Trierer Kurzpassspiel. Im zweiten Durchgang ging es hin und her, doch so richtig zwingend wurde es vor beiden Strafräumen nicht. Bis zur 87. Minute. Herkenroth war es erneut, der einen Freistoß aus etwa 18 Metern perfekt in den Giebel zirkelte und für die Vorentscheidung sorgte. Zuvor war U19-Spieler Chris Filipe vor dem Sechzehner zu Fall gekommen. Kurz davor verpasste Hassani den möglichen Ausgleich, als der Spielertrainer der Schöndorfe nach Kopfballverlängerung von Lucas Jungandreas die Fußspitze nicht mehr an den Ball bekam. Mit Mann und Maus ging es bei den Gästen noch mal nach vorn, doch mehr als der Anschlusstreffer zum 2:1 durch Michael Hassani sollte den Hochwäldern nicht gelingen. Der hatte einen langen Ball aus der eigenen Hälfte erlaufen und über SVE-Keeper Philipp Basquit ins Tor gelupft – 2:1 (90.). Doppelpacker Herkenroth hatte in der Nachspielzeit die Riesenchance auf das 3:1, doch der Torjäger traf aus Nahdistanz nur in die zweite Etage. Es war die erste Schöndorfer Niederlage nach zuvor elf Partien, in denen Das  Team von Thomas Werhan und Hassani ungeschlagen geblieben war. SVE-Trainer Timo Zeimet sah eine hart erkämpften, aber auch verdienten Sieg seiner Mannschaft: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Schöndorf, doch in der zweiten Halbzeit haben wir ein besseres Passspiel gezeigt und unser offensive Spielweise durchbekommen. Zudem konnten wir von der Bank Qualität nachlegen. Lukas Herkenroth war natürlich der Matchwinner, der auch ohne  seine Tore ein richtig gutes Spiel gemacht hat.“ Einziger Kritikpunkt, so Zeimet, war, dass „der letzte Pass nicht zwingend genug gespielt wurde. Da hat mir die letzte Überzeugung gefehlt. Da müssen wir noch galliger werden.“ Michael Hassani, Spielertrainer der SG Schöndorf, unterstrich, dass „die Leistung insgesamt tipp top war, wir alles in den Ring geworfen und sich alle zerrissen haben. Weil wir auf Augenhöhe agierten, ist das Ergebnis nur schwer zu verkraften.“ Der merkte an, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit die deutlich besseren Torchancen besaß. „Die Situation, die vor dm 2:0 zum Freistoß geführt hat, war natürlich sehr fragwürdig, denn für mich war der Kontakt keineswegs ausreichend, um da zu pfeifen. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, doch es ist so, wie es ist. Uns hat auch das Glück gefehlt, das du in solchen Spitzenspielen brauchst. Hervorzuheben sind unsere 150 Zuschauer, die uns toll unterstützt haben und alle komplett in Rot gekommen waren.“