Sie waren zuletzt gut unterwegs und hatten mit den Siegen gegen Laufeld (4:1) und Schleid (3:2) sowie dem 1:1-Remis in Zewen gegen die SG Langsur sieben Punkte nach der Winterpause gesammelt.

Doch nach den jüngsten Niederlagen gegen die SG Ruwertal (0:4) und in Strohn gegen Ellscheid (0:2) ist die zwischenzeitliche Euphorie im Hochwald wieder verflogen. Auch wenn das Team von Werner Berger auf den vorletzten Rang notiert ist, ist Aufgeben keine Option. Im Gegenteil: Der Coach hat vor dem Duell mit dem TuS Ahbach einen couragierten und selbstbewussten Auftritt angekündigt. „Wir wollen alles raushauen, was im Tank ist und ein achtbares Ergebnis erzielen. Da wir die Ausfälle einiger Leistungsträger nicht kompensieren können, ist es eine Frage der Motivation und des Charakters, wie wir uns präsentieren. Deshalb müssen wir in erster Linie fighten, eine hohe Kampfbereitschaft zeigen und die Löcher stopfen. Jeder muss eine Schippe drauflegen. Wenn wir diese Laufbereitschaft wieder an den Tag legen, werden wir uns auch wieder belohnen.“ Die Personallage gestaltet sich schwierig. Neben den Langzeitverletzten Torsten Schuh und Christian Weber müssen auch Torwart Marius Becker (Innenbandanriss), Sebastian Breit (Zerrung), und Jan Bernheine (Oberschenkelprobleme) passen. Auch Nils Hornetz fällt wegen Hüftbeschwerden aus. Fraglich sind zudem David Krickel (Bauchmuskelzerrung) und Robin Moser (Patellasehnenentzündung). Lediglich der zuvor mit grippalem Infekt gegen Ellscheid ausgefallene Marco Schuh komme ins Team zurück. Für Stammtorwart Marius Becker rückt ernut Altmeister Heiko Witt zwischen die Pfosten. „Heiko ist mit seiner großen Erfahrung und seiner positiven Ausstrahlung enorm wichtig für die Mannschaft“, soll der 42-Jährige für zusätzliche Stabilität sorgen. Der TuS Ahbach hat sich mittlerweile in der erweiterten Spitzengruppe der Liga positioniert und zu einer festen Größe unter den besten vier geworden. Jahres übergreifend dürfen die Eifeler auf eine stolze Bilanz von sechs Partien ohne Niederlage und 14 Punkten in diesem Zeitraum zurückblicken. Die letzte Niederlage in der Liga datierte vom 19. November vergangenen Jahres, als man bei der SG Ruwertal auf ungewohnten Untergrund in Mertesdorf mit 1:3 unterlag. „Mit dem Sieg gegen Schleid haben wir den Abstand nach unten weiter vergrößert. Wir sind deshalb sehr froh über diese wirklich konstant gute Saison und darüber, dass der Abstiegskampf ohne uns stattfindet.“ Die Worte von Spielertrainer Daniel Clausen, der mit Roger Stoffels gemeinsam in der Verantwortung steht, stehen  exemplarisch für die außergewöhnliche Entwicklung des Rangvierten, bei dem man fast vergisst, dass es ein Aufsteiger in dieser Klasse ist. Clausen, der früher Lochen hieß und einst beim Schillinger Ligarivalen in Rascheid spielte, erinnert sich an die intensiven Duelle mit dem TuS. „Schillingen agiert immer kampfstark und ist durch seine emotionalen Zuschauer noch mal ein Stück weit stärker. Die peitschen ihre Mannschaft stets nach vorn, es ist schon eine besondere Atmosphäre. Das wird immens schwer für uns.“ Neben den langzeitverletzten Nils Müller (Kreuzbandriss) und Alex Blehm (Knorpelschaden) fehlt den Ahbachern jetzt auch Pascal Dederichs wieder, der sich im Spiel gegen den SV Schleid in einem Zweikampf eine Schienbeinprellung zugezogen hatte. Tom Schlösser, Tobias Barger (aus Krankheiten) sowie Christoph Schmitz (aus Urlaub/Verletzung) stehen dem Trainerduo wieder zur Verfügung.

Schillingen, Sonntag, 7.4., 14.45h