11ER: Wie ordnen Sie den 4:0-Auftaktsieg gegen Speicher ein?
Sascha Freytag: Der gehört in die Kategorie Pflichtsieg, weil der Gegner am Sonntag nicht konkurrenzfähig war. Selbst bin ich nur bedingt zufrieden, doch dass uns ein Auftaktsieg gelang war gut und auch, dass wir zu Null gespielt haben.

11ER: Nach zwei Corona-Spielzeiten ist das jetzt für Sie die erste richtige Saison für den TuS Schillingen. Welche Ziele wollen Sie persönlich erreichen?
Freytag: Ich persönlich möchte einen guten, attraktiven Fußball spielen, und bin jemand, der die jungen Spieler nach vorne bringt. Diese beiden Dinge zu kombinieren, bringt den sportlichen Erfolg. Wichtig ist, dass der Klassenerhalt geschafft wird und ich das Team taktisch verbessern kann.

11ER: Jonas Meier ist aus Kell zurück. Wie weit ist der Junge schon hinsichtlich seiner Fitness?

Freytag: Zur ersten Elf fehlt ihm noch was. Jonas hat in Sachen Trainingsintensität noch Nachholbedarf, doch ich bin überzeugt, dass er den Anschluss wieder schaffen kann. Er muss seine Defensivarbeit verbessern und zusehen, dass er Spielpraxis bekommt.

11ER: Mit David Krickel haben Sie einen erfahrenen Defensivmann dazu bekommen. Was zeichnet ihn aus?

Freytag: David hat in Leiwen und Wittlich Rheinlandliga gespielt und gehörte zum Oberligakader des FSV Salmrohr. Er ist im Defensivbereich variabel einsetzbar, besitzt ein hohes Spielverständnis und kann uns in Sachen Spielaufbau auch weiterhelfen. David war jetzt zwölf Tage im Urlaub und muss sich wieder ranarbeiten. Er ist in jedem Fall für uns eine tolle Unterstützung.

11ER: Wie gestaltet sich beim TuS die Torwartsituation?

Freytag: Ich habe mich bei Marius Becker als klare Nummer eins beizeiten festgelegt. Kim Paulus ist noch verletzt und Philipp Meier wird in der zweiten Mannschaft gebraucht.

11ER: Christoph Becker überzeugte beim 4:0 gegen Speicher, in dem er vier Tore schoss. Wie charakterisieren Sie ihn?

Freytag: Christoph ist eine Art Thomas Müller-Typ, ein unermüdlicher Arbeiter und ist sich für nichts zu schade. Er besitzt eine starke Mentalität und ist ein ausgemachter Teamplayer. Derzeit ist er am Hausbau beschäftigt, für uns ist Chris technisch versiert, durchsetzungsfähig und hat gegen Speicher einen tollen Job gemacht. Er sieht zwar manchmal etwas ungelenk aus, doch kann sich gut zwischen den Linien und im Strafraum bewegen.

11ER: Wie beschreiben Sie die Stärken Ihrer Mannschaft?

Freytag: Wir sind eingespielt, homogen und haben keine gravierenden Schwachpunkte. In der Breite ist der Kader gut, sodass wir ohne Probleme drei Ausfälle kompensieren können. Defensiv stehen wir mittlerweile kompakt und haben so in der vergangenen Saison auch weniger Gegentore kassiert. Verbessern müssen wir uns im spielerischen Bereich und die Trainingsbeteiligung könnte auch besser sein.

11ER: Was können wir in dieser Saison von Tobias Anell erwarten?

Freytag: Tobi ist am Bauen und muss trainingstechnisch etwas zurückstecken. Er ist für uns ein ganz wichtiger Offensivspieler, der den Unterschied ausmachen kann. Er ist ein verlässliches Fixum im Angriff und noch immer ungemein schnell.

11ER: Welche Prognose geben Sie ab?

Freytag: Das ist ein klassisches Derby, das von Emotionen leben wird, auch wenn ich persönlich noch nicht gegen Geisfeld gespielt habe. Es werden Kleinigkeiten entscheiden.

11ER: Wer steht Ihnen beim Hochwaldderby nicht zur Verfügung?

Freytag: Verletzt sind weiterhin Elias Hansjosten und Julian Flesch. Hinter dem Einsatz von Marco Engel stehen Fragezeichen. Wegen Urlaub ist Christian Görgen und wegen Studium Jan Bernheine nicht verfügbar.