Der VfL Trier bleibt unter dem neuen Interimstrainer Daniel Kläs auch im dritten Spiel in Folge unbesiegt. Im Stadtduell gegen den SV Trier-Irsch gelang diesmal ein verdientes 1:1-Unentschieden, mit dem die Heiligkreuzer Anschluss ans untere Mittelfeld halten.
Auch für die zuletzt etwas gebeutelten Irscher war es wieder ein erster Schritt zurück zu gewohnter Stärke, nachdem das Team zuvor dreimal in Folge ohne Punkte blieb, es gegen Kordel (0:4) und in Tarforst (1:6) teils deftige Pleiten setzte. Für den VfL war es nach dem 2:0-Sensationssieg in Pluwig und dem 2:1-Arbeitssieg zuhause gegen Osburg der bereits siebte Punkt unter Kläs. Dabei wurde der VfL nach ausgeglichener erster Hälfte und nur wenigen Höhepunkten direkt nach Wiederbeginn eiskalt erwischt, als Marco Döring mit dem ersten Angriff zum 0:1 getroffen hatte. Dieser war nach einer Balleroberung des 40-jährigen Cleiton Pache – einem aus Brasilien stammenden Stürmer der zweiten Mannschaft – allein auf das Tor von Maurice Mangerich zugelaufen und hatte aus spitzem Winkel getroffen.
Kläs brachte mit Mohamed Elhelw und Nico Franzen weiteres Offensivpersonal und wurde belohnt. Raul Cosano Kreutzer verwertete einen Tiefenball hinter die Kette von Felix Finkenberg mit einem herrlichen Kopfball zum 1:1-Endstand (55.). Im hektischen Schlussakkord sahen kurz vor Schluss VfL-Akteur Tom Kruse sowie Irschs Florian Grundmann nach einem Gerangel den Gelb-Roten Karton. Irschs verletzter Spielertrainer Tobias Spruck sprach im Nachhinein von „einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Nach den schwächeren Partien gegen Kordel und in Tarforst haben wir noch mal eine andere Einstellung und Körpersprache gezeigt und als Team zusammengearbeitet. Es war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn wir in der ein oder anderen Situation das Glück hatten und unser Keeper Daniel Lörscher einige Male stark parierte, haben wir unsere Aufgabe in Heiligkreuz sehr ordentlich erfüllt“.
Ähnlich, doch etwas differenzierter sah auch VfL-Trainer Daniel Kläs die Partie: „Vom Gesamtbild sind wir auf einem guten Weg. Wir sind generell auch mit dem Punkt zufrieden, doch der ist angesichts vieler hochkarätiger Chancen, die wir in der zweiten Halbzeit hatten, doch zu wenig.“ Kläs meinte damit vor allem jene Möglichkeiten im zweiten Durchgang, als Nico Franzen, Mohamed Elhelw oder auch Finkenberg entweder überhastet verzogen hatten oder aber am Irscher Torwart gescheitert waren. „Auf dem Hartplatz war es natürlich eine sehr umkämpfte Partie. Als es zu Beginn der zweiten Halbzeit anfing zu regnen, wurde es noch mal schwieriger. Wir haben aber versucht, viele Situationen spielerisch zu lösen, was teilweise gut gelang.“
