Zum Spiel des Tages lieferten sich die SG Kordel und die Gäste der SG Schöndorf einen packenden Kampf und trennten sich am Ende 4:4-Unentschieden.

Während es Schöndorf verpasste, nach vier sieglosen Partien mal wieder einen Dreier einzufahren, blieb auch Kordel im Bemühen, die gefährdete Zone der Liga zu verlassen, ein voller Erfolg verwehrt. Im turbulenten ersten Durchgang legte Schöndorf durch Lucas Jungandreas, der seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hatte, in der 14. Minute die Schöndorfer Führung vor. David-Ovdus Rus hatte einen Ball in der Kordeler Hälfte erkämpft und dann zwei Gegenspieler aussteigen lassen, bevor er das Auge für den Routinier hatte. Die Führung hatte jedoch nur zwei Minuten Bestand, nachdem Marvin Roth nach Pass von Sascha Schrodt für die Hausherren egalisiert hatte. Nach Foul an Julian Völker traf Timo Neumann mit einem direkt verwandelten Freistoß unten rechts ins Torwart-Eck zur erneuten Gästeführung (27.). Als Schrodt ein paar Augenblicke später unsanft von den Beinen geholt wurde, verwandelte Thomas Lichter den fälligen Strafstoß sicher – 2:2 (31.). Anschließend verpasste der eben eingewechselte Tim Müller, der für den verletzt ausscheidenden Thomas Zimmer in die Partie kam, eine von Luca Franzen nach innen geschlagene Flanke haarscharf. Auch im zweiten Durchgang blieb es ein unterhaltsames, von beiden Seiten offensiv geführtes Spiel mit jeder Menge Torchancen. In der 73. Minute ging der Aufsteiger aus dem Hochwald zum dritten Mal in Front, als Jungandreas nach einem weiten Einwurf von Leon Falk aus 20 Metern abzog und die Kugel unten rechts im Eck einschlug – 2:3 (73.). Es war bereits das siebte Saisontor für den 31-Jährigen. Kordel ließ nicht locker und markierte durch Nicolas Dücker nach einem Eckball und jeder Menge Unordnung im SGS-Strafraum das 3:3 (76.). Nach einer Slapstick-Aktion im Schöndorfer Strafraum prallte ein zuvor unkontrolliert abgewehrter Ball Schrodt vor die Füße, sodass der 26-jährige Angreifer der Kordeler mühelos zum 3:3 netzen durfte (85.). Als die Zeichen scheinbar schon auf Kordeler Heimsieg standen, schlug Schöndorf erneut zu: Leon Falk traf den Ball mit dem Außenrist perfekt und schlenzte die Kugel aus dem Halbfeld ins lange Eck – 4:4 (87.). Im Schlussakkord hatten beide Mannschaften weitere Gelegenheiten, das Remis doch noch in einen eigenen Sieg umzuwandeln. „Es war wirklich ein verrücktes, turbulentes und auch wildes Spiel, das von Fehlern auf beiden Seiten geprägt war. Beide Mannschaften waren auch irgendwie mit dem Ergebnis unzufrieden. Weil wir dreimal in Führung gelegen haben, waren wir auch gefühlt die bessere Mannschaft. Wir kriegen aber jedes Mal postwendend das Gegentor. Zum Schluss drehte Kordel sogar das Spiel, doch diesmal haben wir postwendend ausgeglichen. Spielerisch waren wir einen Ticken stärker, haben mehr den Ball gehabt und auch im zweiten Durchgang dominiert. Nach dem 3:3, das wir durch einen Standard bekamen, haben wir aufgelöst und mit einer verunglückten Flanke ins lange Eck das Tor noch erzielt“, sah Schöndorfs Trainer Thomas Werhan ein turbulentes Spiel. Zum Schluss hatte nicht nur Kordel noch eine dicke Chance, sondern auch die Gäste, als Michael Hassani plötzlich alleine vor Jonah Moser auftauchte.