Der SV Trier-Irsch hat seine Feuertaufe im Derby in Pluwig nicht bestanden und kam bei der heimischen DJK mit 1:6 arg unter die Räder. Verantwortlich für den Knockout der Trierer Vorstädter war der Doppelschlag wenige Minuten nach der Pause, als zwei Treffer binnen zwei Minuten die Entscheidung bedeuteten.

Doch der Reihe nach. Eine starke Einzelleistung von Maurice Föhr, der sich im Mittelfeld die Kugel schnappte und seine Gegenspieler wie Slalomstangen stehenließ, sorgte in der 28. Minute für den ersten Pluwiger Torjubel. In der Folge besaß Christoph Nickl eine gute Gelegenheit auszugleichen, als der Irscher Knipser vom Dienst von Linus von Keutz den Ball in den Lauf gelegt bekam. Doch zwei Minuten später sorgte Niklas Kirsten für das 2:0. Ein verunglückter Schuss von Alfred Sartisson landete bei Kirsten, der nur noch den Stiefel hinzuhalten brauchte. Der gleiche Spieler hätte kurz nach Wiederbeginn die Entscheidung erzwingen können, doch Irschs überragender Torwart Nico Kimmlingen wischte die Kugel aus dem Eck. Nach dem Nickl einen Flachschuss aus Nahdistanz nicht an Jan Franzen im DKK-Gehäuse vorbeibekam, nutzte Jan Becker die Gelegenheit zur Vorentscheidung. Der hatte seinem Gegenspieler den Ball abgeluchst und ins lange Eck getroffen – 3:0 (53.). Keine zwei Minuten später legte Kirsten mit dem 4:0 den Deckel endgültig drauf. Irsch berappelte sich und kam durch von Keutz zum Ehrentreffer, nach dem Nickl den Ball hatte abtropfen lassen und der Verteidiger aus dem Rückraum traf – 4:1 (56.). Schlenzte er die Kugel einen Moment vorher noch am Pfosten vorbei, so machte es Zaimir Zemblaku eine Zeigerumdrehung später besser und veredelte einen Steckpass von Kirsten zum 5:1. Eine Minute später vereitelte Kimmlingen im SV-Tor mit einer Glanzparade das 6:1 von Kirsten. Dann war wieder mal Irsch an der Reihe, doch Nickls Abschluss strich über das Lattenkreuz ins Aus. Der eingewechselte Artur Krapp sorgte schließlich eine Viertelstunde vor Schluss mit dm 6:1 für den krönenden  Abschluss unter ein Derby, das einseitig geführt wurde und einen deutlichen Sieger sah. Kimmlingen verhinderte mit weiteren Paraden ein noch höheres Debakel für die Gäste, die an einem gut besuchten Derbynachmittag vor 280 Zuschauern nicht den Hauch einer Chance  besaßen.

Pluwigs Co-Spielertrainer Christopher Monzel war mit dem Auftritt der Mannschaft zufrieden, nicht nur wegen des hohen Ergebnisses. „Der Schlüssel für mich war, dass sich die Mannschaft komplett auf die Aufgabe fokussiert hat. Schon zur 2:0-Pausenführung hatte ich ein gutes Gefühl gehabt, wir haben zügig auf 3:0 und 4:0 gestellt und Ruhe in unsere Aktionen bekommen. Was uns als Trainerteam ebenfalls positiv gestimmt hat, waren die fünf verschiedenen Torschützen. Die Treffer waren richtig gut rausgespielt, der Sieg war auch in der Höhe verdient. Irsch hat einfach zu wenig Entlastung gefunden.“ Irschs Spielertrainer Tobias Spruck fand für die desolate Vorstellung klare Worte: „Wir haben vieles vermissen lassen: Zweikampfverhalten, zu viel zugelassen und dem Gegner die Tore aufzulegen, entspricht nicht unserer typischen Spielweise, wie wir Gegnern begegnen wollen. In den letzten Spielen hatte sich das schon angedeutet, weil wir über die 90 Minuten nie souverän waren. Wir werden diese Dinge zum ersten Training klar ansprechen und erhoffen uns bereits für die Partie am Mittwoch gegen Osburg eine Reaktion von der Mannschaft.“