Trotz der ersten Saisonniederlage und einigen Ausfällen vor dem Spitzenspiel gibt es bei der SG Niederkell keinen Grund zur Beunruhigung – Trainer Jens Hoffmann erklärt warum.
11ER: Hallo Herr Hoffmann, am letzten Spieltag gab es das erste Negativergebnis Ihrer Mannschaft. Ansonsten zeigte man gute Leistungen und gewann fast alle Spiele. Wie lautet Ihr Fazit nach den ersten Wochen?
Jens Hoffmann: Ich bin sehr glücklich und froh über die Bildung der Spielgemeinschaft, weil sich so beide Mannschaften qualitativ verstärken konnten. Wir haben eine super Trainingsbeteiligung, sodass die Einheiten fast unter Wettkampfbedingungen stattfinden können und es einen großen Konkurrenzkampf gibt. Es freut mich auch, dass wir uns spielerisch und kameradschaftlich schnell gefunden haben. Es zeichnet uns momentan aus, dass jeder für den anderen da ist und kämpft. Auch das offensive Spielsystem mit viel Druck und Geschwindigkeit im Angriff hat die Mannschaft schnell verinnerlicht.
11ER: In einer neu gegründeten Spielgemeinschaft müssen sich meist erst die Führungsspieler herausbilden. In Ihrer Mannschaft wird diese Aufgabe durch den niedrigen Altersschnitt womöglich noch erschwert. Wer übernimmt auf dem Platz die Verantwortung?
Jens Hoffmann: In der Abwehr ist das Jonas Hans, ansonsten auch unser Spielführer Jakob Reichert. Ich muss dazu sagen, dass ich in meinem Trainingsplan großen Wert auf gegenseitiges Coaching lege. Das setzen die Spieler gut um, denn jeder übernimmt auf dem Platz einen Teil der Verantwortung und gibt Kommandos.
11ER: Es gibt also viel Positives zu berichten – gibt es auch Bereiche, in denen sich Ihre Mannschaft noch steigern muss?
Jens Hoffmann: Vor allem die Chancenauswertung können wir verbessern und wir sollten einen noch stärkeren Drang zum Tor entwickeln. Wir spielen bis vors gegnerische Tor einen guten Fußball, lassen dann aber viele gute Situationen ungenutzt. Da müssen wir einfach noch geiler auf den Treffer werden. Bisher hatten wir auch meist kleine Phasen drin, in denen wir uns vielleicht zu sicher fühlten und einen Gang zurückgeschaltet haben. Das müssen wir abstellen, wenn wir ein Spiel über 90 Minuten kontrollieren wollen.
11ER: Im kommenden Spiel wartet die ungeschlagene Zweitvertretung der Mosella. Wie lautet Ihre Einschätzung zum kommenden Gegner?
Jens Hoffmann: Schweich hat einen sehr guten Kader. Sie haben viele junge Spieler, die eine gute Ausbildung bekommen haben, aber auch eine gewisse Qualität an erfahrenen Leuten. Diese Mischung passt sehr gut. Vor allem, weil ihre jungen Spieler ja schon lange zusammen spielen. Meiner Meinung nach hat Schweich in diesem Jahr die beste Mannschaft.
11ER: Wie kann man gegen einen solchen Gegner bestehen?
Jens Hoffmann: Wir müssen kompakt stehen, wollen aber gleichzeitig mit Fußball spielen. Wir sind keine Mannschaft, die sich hinten rein stellt. Stattdessen wollen wir unsere Chance in der Offensive suchen.
11ER: Wie ist die personelle Lage vor dem Spitzenspiel?
Jens Hoffmann: Jonas Hans ist mit einer gelb-roten Karte gesperrt. Bei Tim Justinger müssen wir noch das Training in dieser Woche abwarten. Simon Marx musste zuletzt verletzt raus, auch da müssen wir noch abwarten. Bei Noah Sutter könnte es eng werden. Dennis Winthang wird uns noch fehlen. Ich hoffe natürlich, dass der ein oder andere noch zurückkommt, aber wir haben zum Glück einen großen Kader. Mir ist also nicht Bange, weil wir die Qualität mit Wechseln auffangen können. Deshalb hat sich unsere Aufstellung auch öfter mal verändert.