Der SG Wittlich gelang in Wallenborn unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit dem 5:2-Erfolg der erlösende zweite Saisonsieg.
Mit dem 5:2-Erfolg in Wallenborn gelang der SG Wittlich ein ganz wichtiger Sieg. Der zweite Saisonerfolg trug gleich mehrere Namen: Patrick Schmidt sorgte mit zwei herrlichen Freistoßtoren nach gleichem Muster für einen beruhigenden 3:1-Pausenvorsprung. Nils Thörner hatte im Eins-gegen-eins gegen den Torwart Lars Becker die Nerven bewahrt und zum 2:0 getroffen, und später das wichtige 4:1 durch Lorenz Budinger vorbereitet. Und zum Dritten zeigte sich Wittlichs Keeper Mike Neumann in prächtiger Form und vereitelte gleich vier Top-Chancen der Hausherren. Schmidt hatte zwei Freistöße aus gut 25 Metern jeweils an den Innenpfosten gesetzt – Lars Becker blieb überhaupt keine Abwehrmöglichkeit. Ein bisschen Spannung kam bei den Hausherren auf, als Benny Blank nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus zum 1:3 netzte, doch mit dem 4:1 von Budinger war die Partie entschieden – 1:4 (74.). Das späte 2:4 (90.) von Kasper Wlodarek hatte keine Bedeutung mehr – ebenso wie der fünfte Wittlicher Treffer, als Benny Sorge einen Foulelfmeter veredelte – 2:5 (90.+3). Während die Säubrenner mit diesem Sieg die Abstiegszone verlassen hat, muss sich Wallenborn den Vorwurf gefallen lassen, nicht mehr als Heimmacht zu gelten. Trainer Stephan Zimmer: „Ja, es scheint, als ob die Festung in Wallenborn schwer am Bröckeln ist. Dabei hatten wir eine gute Mannschaft auf dem Platz. Glücksgöttin Fortuna war heute nicht mit uns im Bunde.“ So scheiterten seine Stürmer immer wieder an Neumann und Wittlich agierte „brutal effektiv. Da haben bei denen alle drei Torschüsse gesessen.“ Zimmer weiter: „Der Sieg für Wittlich ist verdient, doch um zwei Tore zu hoch ausgefallen. Der Gegner agierte auch sehr aggressiv, da hätte ich mir vom Schiedsrichter mehr Konsequenz in der Ahndung der Fouls versprochen.“ Die Partie in Wallenborn fand ohne Zuschauer statt. Die im Vulkaneifelkreis erlaubten 100 Besucher blieben nach einer clubinternen Entscheidung außen vor.