Es ist das erste wahre Highlight der Saison: Denn mit der Ruwertaler Zweitvertretung und der SG Gusenburg treffen zwei Absteiger aus der B-Liga auf direktem Wege aufeinander. Die Partie sollte die Vorfreude, aber auch die Spannung schon mal permanent anheizen, zumal beide Trainer gewisse Ambitionen hegen. Eine Favoritenstellung lässt sich indes (noch) nicht ableiten.
Die Ruwertaler haben in Karl-Josef Weiß einen neuen Coach. Der in der vergangenen Saison noch beim Hermeskeiler SV in der Verantwortung gestandene Trainer hat sich im Ruwertal neu orientiert und freut sich auf die neue Aufgabe. „Leider ist das Team aus der B-Klasse abgestiegen, obwohl es sowohl von der individuellen Qualität der Spieler als auch mannschaftstaktisch gesehen für mich zu den besseren Teams gehörte. Doch meine Jungs freuen sich auf die Saison und sind gewillt, die Spiele erfolgreich zu bestreiten.“ Weiß setzt auf einen homogenen Kader, der kaum Veränderungen erfuhr. „Je nach Spielidee und dem vorhandenen Kader wollen wir schon offensiv unsere Spiele gestalten.“ Den Gegner schätzt er als besonders stark ein. „Gusenburg ist mit uns abgestiegen. Dieses Team erwarte ich vorne dabei. Es wird gleich ein erstes Highlight in dieser Saison. Es wird für uns darauf ankommen, direkt hellwach zu sein und mit einem Sieg eine gewisse mentale Stärke zu entwickeln.“ Ein hautenges und spannendes Spiel erwartet auch Gusenburgs Trainer Thomas Lehnen. Der Abstieg aus der B-Liga wurde bereits verinnerlicht und ist auch mental abgehakt. „Wir spielen nach einem für alle Beteiligten schweren Jahr wieder in der C-Liga. Dort wollen wir endlich mal wieder für unsere Zuschauer Fußball spielen und Freude an unserem Sport ausleben.“ Das Team ist trotz des Abstiegs weitgehend zusammengeblieben, doch mit Philipp Schneider haben die Gusenburger einen gestandenen Spieler im zentralen Mittelfeld dazu bekommen. Er solle den Konkurrenzkampf beleben, so Lehnen, der die Schwerpunkte neben der Fitness auf die Verbesserung im Spielaufbaui gelegt hat. „Ruwertal II wird mit Sicherheit eine gute Rolle spielen.“
Kasel, So., 18.8., 12.30h