11ER: Lange Zeit sah es nicht nach der Meisterschaft für Ihre Mannschaft aus. Was ist passiert, dass der VfL noch mit sieben Punkten Vorsprung gewonnen hat?
Patrick Deutschen: Entscheidend war, dass Freudenburg eine Schwächephase eingelegt hat, wir auf konstant hohem Niveau weitergespielt haben und am Ende immer stärker wurden. Die Inhalte wurden bei uns immer besser umgesetzt, das Zusammenspiel hat besser geklappt. Da war es die logische Konsequenz, dass wir am Ende das Ding durchgezogen haben. Von daher geht der Dank auch an den gesamten Trainerstab. Mein Co-Trainer Jörg Bettendorf hat enorm viel Arbeit reingesteckt und auch Torwarttrainer Dietmar Schönberger sowie der Trainer der zweiten Mannschaft, Sebastian Oberbillig, machten einen ganz hervorragenden Job.

11ER: Wie hat sich die Mannschaft in den zurückliegenden Monaten entwickelt?
Patrick Deutschen: Der Zusammenhalt hat sich sehr gut entwickelt, denn wir mussten pro Spiel zwei bis vier Spieler stets ersetzen. Die so greifende natürliche Rotation hat das Team zu einer richtigen Einheit werden lassen. Es war auch kein Problem, wenn sich mal einer auf die Bank setzen musste, der sonst in der Startelf stand. Wir haben immer versucht, unseren Spielstil durchzusetzen, d. h. viel Spielkontrolle zu haben und die Gegner über den Ballbesitz zu dominieren. Man muss betonen, dass auch von Vorstandsseite alles gepasst hat und die meisten Spieler eine intensive Beziehung zum Verein haben. Hier muss man den ersten Vorsitzenden, den zweiten Vorsitzenden und den A-Jugend-Trainer nennen, die eng zusammengearbeitet haben.

11ER: Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die neue B-Liga-Saison?
Patrick Deutschen: Wir müssen abwarten, wie der zukünftige Kader aussieht, doch mir ist nicht bange, in der B-Klasse zu bestehen. Die Mannschaft besitzt einen unglaublichen Lernwillen. Das ist eine positiv denkende Truppe, die sich vom Kopf her bewusst ist, das Abenteuer B-Liga erfolgreich anzugehen. Wie wollen kontinuierlich punkten, uns in der B-Liga etablieren und nichts dem Zufall überlassen. Jedem, der bei uns leistungsorientiert Fußball spielen möchte, stehen die Türen offen. Und auf die Derbys freue ich mich besonders.