11ER: Wie bewerten Sie die aktuelle Ausgangslage? Wie sehen Sie Ihre Chancen im Titelkampf nach dem 3:3 in Zewen?

Steve Birtz: Die Titelfrage scheint geklärt. Das werden sich die Trierer nicht mehr nehmen lassen. Für uns gilt es, weiterhin oben dran zu bleiben. Das Spiel in Zewen wird uns nicht zurückwerfen. Im Gegenteil, wir werden daraus unsere Schlüsse ziehen und lernen. Unsere erste Hälfte war nicht zwingend genug, mit vielen Fehlern im Spielaufbau, so wie wir auch das 0:1 kassiert haben. In der Zweiten Hälfte haben wir dann vieles richtig gemacht, der Ball ist besser durch die Reihen gelaufen, obwohl es noch nicht optimal war. Daran gilt es zu arbeiten.

11ER: Welche Dinge soll Ihre Mannschaft besser umsetzen, um gegen die SG Daleiden als Sieger vom Platz zu gehen?

Birtz: Wir wissen um Daleidens Stärke, sich über eine kompakte Defensive mit Druck aus gewissen Situationen zu befreien und wie sie immer wieder versuchen, ihre schnellen Außenstürmer einzusetzen. Sie haben eine gute Balance zwischen den Ketten, sind sehr zweikampfstark und gut im Umschaltspiel. In den drei Bezirksliga-Spielen gegen Daleiden waren wir in keinem der Spiele die schlechtere Mannschaft, haben jedoch zu wenig Punkte geholt. Das werden wir am Samstag versuchen zu ändern. Wir werden versuchen, mit Spielkontrolle und variablem Spiel den Gegner zu beschäftigen. Wenn wir weniger Fehler in der Vorwärtsbewegung machen, dann wird unser Spiel komplett anders als gegen Zewen.

11ER: Welche Einschätzung können Sie über Iris Lataev, Ihrem Neuzugang von der SG Bostalsee abgeben?

Birtz: Idris ist ein Top-Stürmer. In der Hinrunde war er bereits öfters bei uns im Training und man hat direkt gemerkt, wie wohl er sich in der Mannschaft fühlt. Somit hatte er auch keine großen Anpassungsprobleme. Er ist menschlich ein feiner Kerl, der zudem einen guten Ball spielen kann. Er harmoniert super mit seinen Mitspielern und wird in Zukunft noch besser werden.

11ER: Pascal Hurth hat wieder einmal den Unterschied gemacht in Zewen. Wie schafft er es, sich in gefährliche Positionen zu bringen oder ist es seine unglaubliche Qualität?

Birtz: Über Pascals Qualitäten und Wichtigkeit für die Mannschaft brauchen wir nicht zu sprechen. Er ist auf unserem Niveau ein Ausnahmespieler. In der Hinrunde hat er bereits viele Tore geschossen, obwohl er nach seiner langen Verletzung noch nicht richtig fit war. Jetzt ist er physisch auf einem anderen Level, das bringt ihn und die Mannschaft noch weiter voran. Nicht zuletzt gibt er der Mannschaft durch seine positive Aggressivität im Gegenpressing immer wieder positive Schübe.

11ER: Sind frühe Tore generell ein probates Mittel, um Spiele in der Bezirksliga zu gewinnen? Oder seid ihr speziell auf Tore in der Schlussphase ausgerichtet, wie Leverkusen sie in der letzten Saison oft gemacht hat?

Birtz: Das kann man nicht pauschalisieren. Es gibt Spiele, in denen man früh führt und man bringt das knappe Resultat über die Ziellinie. Dann gibt es Spiele, bei denen man erst sehr spät trifft. Insgesamt ist es wichtig, dass eine Mannschaft die nötige Fitness hat, um 90 Minuten marschieren zu können und in der Lage ist, späte Tore zu erzielen.

11ER: Welche Stärken bringt Tobias Düpre mit?

Birtz: Tobi war lange Kapitän der Mannschaft. Obwohl er sein Amt im Sommer aus persönlichen Gründen niedergelegt hat, ist er weiterhin ein wichtiger Bestandteil in der Mannschaft, der immer positiv bleibt und nach vorne schaut.