11ER: Nach dem Remis gegen Zewen gewann der SV Konz dreimal in Folge ohne Gegentor und schoss dabei 18 Tore. Wie lautet Ihre Einschätzung zur bisherigen Restrunde?

David Kwast: Ich bin positiver Dinge. Wir stellten unsere Taktik gegen Ende der Hinrunde nochmals um und konnten unsere Defensive stabilisieren. Drei Gegentore in sechs Rückrundenspielen ist schon wirklich stark von den Jungs. Auch offensiv haben wir an uns gearbeitet und uns gefunden. Die Jungs bringen jetzt das auf den Platz, was sie können. Auch mental haben wir uns gut entwickelt. Wir spielen jetzt aus einer gesunden Defensive und können auch mal länger die Null halten, weil wir wissen, dass vorne immer etwas geht. Wir glauben an unsere Qualität. Es gibt aber immer Schrauben, an denen man drehen kann und das werden wir weiter tun.

11ER: Im Winter konnte das Team mit mehreren Spielern verstärkt werden. Welchen Eindruck haben die Neuzugänge bisher hinterlassen? Aleksandar Parhamov hat ja immerhin schon einige Male getroffen … 

Kwast: Mit neun Toren in vier Spielen hat Aleks seine Qualität gezeigt. Das ist schon eine brutal gute Quote. Mit Robin Meyer haben wir einen neuen Torwart, der wahrscheinlich auch einer unserer besten Feldspieler wäre. Es gab aber im Vorfeld eine klare Absprache und er hat sich super integriert. Youssef Alhalak kam aus Könen, konnte wegen einen längeren Krankheits- und Verletzungsphase aber noch nicht so ins Training einsteigen und sich integrieren, wie er sich das selbst gewünscht hätte. Das wird aber noch werden.

11ER: Ihr Team belegt derzeit den dritten Tabellenplatz und steht zwei Punkte hinter der SG Wincheringen. Sowohl Spitzenreiter Euren als auch Wincheringen konnten zuletzt fast immer dreifach punkten. Was haben Sie sich in der derzeitigen Lage vorgenommen?

Kwast: Wir schauen von Spiel zu Spiel und am Ende ist der Platz nur eine Belohnung. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass unsere Spieler in der aktuellen Lage nicht gerne aufsteigen würden – aber Fakt ist: der Aufstieg ist für uns weder Pflicht noch das festgelegte Saisonziel. Wir versuchen einfach immer, die beste Leistung zu bringen und wollen jedes Spiel gewinnen.

11ER: Jetzt wartet das Gastspiel in Tawern und damit ein Gegner, dem man im Hinspiel keine Chance ließ. Was erwarten Sie an diesem Wochenende?

Kwast: Tawern ist nicht leicht zu schlagen. Sie versuchen, Fußball zu spielen und das Spiel von hinten nach vorne aufzuziehen. Was mich etwas stutzig macht, ist die Rückrundentabelle. Da stehen sie ziemlich weit unten. Das ist ein Platz unter ihren Mitteln, doch als zweite Mannschaft hat man nicht immer die Konstanz und als Trainer eine schwierige Aufgabe vor sich. Es ist ein Derby und weil ihre erste Mannschaft samstags spielt, werden sicher einige Zuschauer kommen und sie vielleicht die ein oder andere Verstärkung dabei haben. Wir haben aber unseren Matchplan und vertrauen auf unsere Stärken.

11ER: Wie ist die personelle Lage vor dem Derby?

Kwast: Stand Dienstag fehlen uns sechs Spieler krankheitsbedingt, davon vier aus unserer Stammelf. Ich hoffe, dass sie bei dem guten Wetter rechtzeitig fit werden. Ansonsten wird es personell enger.