Der 27. Spieltag der Bezirksliga wird eventuell eine oder gar mehrere Entscheidungen, wohl aber Vorentscheidungen bereithalten. Mit einem Sieg in Schweich könnte Tabellenführer SG Schneifel nicht nur die Mosella ihrer finalen Titelchancen berauben, sondern auch ein Zeichen an Verfolger FC Bitburg senden. Sollten die Bierstädter zuhause gegen Schillingen patzen, wäre die Tür zur Rheinlandliga für die Stölben-Elf ein großes Stück weit offen. Und im Tabellenkeller sind die Entscheidungen, wer Buchholz und Niederemmel in die A-Liga begleitet, auch noch nicht restlos gefallen. 

SG Neuerburg – SG Ruwertal
Beide Mannschaften rangieren im gesicherten Mittelfeld und treffen nach Negativerlebnissen aufeinander. Die Neuerburger hatten beim 0:4 in Auw kaum eine Siegchance, Ruwertal musste sich zuhause der SG Ralingen mit 1:3 beugen. Frei jeglicher Abstiegssorgen dürfen die Zuschauer zum Maifeiertag am Lüxemer Grünewald eine flotte und offensiv geführte Partie erwarten. Während bei den Neuerburgern nach der Trennung von Markus Schwind mit Nico Hubo und Daniel Mehrfeld zwei Interimstrainer das Sagen haben, wird Ruwertals Trainer Jan Stoffels im neuen Spieljahr auf Christian Schröder verzichten müssen. Der in erster Linie als Handballer tätige Mittelfeldspieler wird es künftig zum TV Vallendar ziehen. Für beide gilt die Prämisse, im Endspurt noch mal zu punkten und die positive Runde mit Erfolgserlebnissen ausklingen zu lassen. Im Hinspiel trennten sich beide Kontrahenten 1:1-Unentschieden.
WIL-Lüxem, Mi., 1.5., 15.30h

SG Kyllburg – SG Buchholz
Im achten Spiel unter seiner Ägide musste Kyllburgs Trainer Roger Reiter in Schoden seine erste Niederlage hinnehmen. Das 2:3 am Saarstrand war einer leblosen Vorstellung in den ersten 70 Minuten geschuldet. Erst in der Schlussphase taute das Team aus der Eifel auf und verkürzte auf 2:3. Nun will Reiter mit einem Sieg gegen die bereits als Absteiger feststehende SG Buchholz den Deckel des Klassenerhalts endgültig auf den Topf legen. Für die Manderscheider geht es darum, sich mit Respekt und dem einen oder anderen Punkt aus der Bezirksliga zu verabschieden und die neue Saison in der Kreisliga A Mosel vorzubereiten. Mit drei internen (aus der eigenen Jugend) und weiteren vier externen Neuzugängen (der 11ER berichtete) nimmt das künftige Gerüst der Vulkaneifeler bereits Gestalt an. Im Hinspiel hatte Kyllburg Ende Oktober mit 3:2 die Nase knapp vorn.
Kyllburg, Fr., 3.5., 20.00h

SG Geisfeld – SG Daleiden
Gleiches, wie auf Neuerburg und Ruwertal, trifft die Konstellation auch auf Geisfeld und Daleiden zu. Beide Teams agieren im Tabellenmittelfeld ohne Sorgen und können befreit aufspielen. Vorjahresvizemeister SG Geisfeld feierte zuletzt mit dem 3:0-Erfolg gegen die SG Wallenborn ihren ersten Sieg im neuen Jahr, während Daleiden dem Gegner aus Schweich auch mental so richtig wehtat. Der 2:1-Sieg katapultierte die Schweicher vielleicht schon aus allen Titelträumen. Mit aktuell 34 Punkten dürfte die Aufsteigertruppe von Andreas Theis gesichert sein, wenn auch rein rechnerisch noch nicht alles in trockenen Tüchern ist. Für Geisfelds Trainer Timo Zeimet ist es an der Zeit, Abschied zu nehmen. Der beruflich stark eingebundene Coach der Geisfelder wird zur neuen Saison von seinen jetzigen Co-Trainern Christian Alt und Sven Gaspers abgelöst. Die beiden Spieler agieren dann als gleichberechtigte Trainer. Doch bevor Zeimet seinen Hut nimmt, hat der fachlich kompetente und akribisch arbeitende Coach noch eine Rechnung zu begleichen: denn im Hinspiel setzte es gegen die Westeifeler eine deftige 0:5-Pleite.
Geisfeld, Sa., 4.5., 16.00h

SG Geichlingen – SV Leiwen-Köwerich
In Wallendorf wird es am Samstag richtig deftig werden. Zwar hat die Truppe von Frank Hermes mit ihrem 2:1-Sieg bei der SG Buchholz die gefährdete Zone verlassen, ganz aus dem Schneider sind die Geichlinger jedoch noch nicht. Gelingt dem Eifel-Aufsteiger der vergangenen Saison ein weiterer Dreier, könnten die Planungen für eine weitere Spielzeit in der attraktiven Bezirksliga beginnen. Für den SV Leiwen ist es eine weitere große Chance, den Kopf nochmals aus der Abstiegsschlinge zu ziehen. Dem 3:0-Erfolg gegen Geisfeld Mitte der letzten Woche folgte das ernüchternde 2:3 zuhause gegen den FC Bitburg. Ärgerlich auch deshalb, weil der dritte Gegentreffer in der Nachspielzeit fiel. Zwar ist für die Moselaner selbst bei einer Niederlage an der Sauer noch nicht Hopfen und Malz verloren, der Anschluss auf den rettenden zwölften Platz wäre aber zunächst verpasst. Geht man von derzeit drei Absteigern in die Kreisligen A aus, würde dem Zweikampf zwischen Leiwen und Ralingen eine entscheidende Bedeutung zukommen. Dann würde sich nur einer retten.
Wallendorf, Sa., 4.5., 18.00h

FC Bitburg – TuS Schillingen
Für beide geht es in diesem Duell um viel. Schillingen hat sich mit dem 4:0-Sieg gegen den SV Niederemmel aus der akuten Gefahrenzone geschossen und darf im Abstiegskampf durchatmen. Doch sechs Punkte auf den ersten Abstiegsplatz geben kaum Anlass für eine Entwarnung. Zumal der Aufsteiger aus dem Hochwald im Stadion Bitburg Ost krasser Außenseiter ist. Verliert die Elf von Gerd Morgen, wird es wieder richtig ungemütlich für den TuS. Denn auch der FC Bitburg braucht die Punkte – diesmal für den Titelkampf. Nach der 1:2-Niederlage von Schweich in Arzfeld sind die Bierstädter wieder zweite Kraft der Liga und haben ihre Minimalchancen auf den Titel mit einem 3:2 in Leiwen gewahrt. Will der FCB weiterhin die Spannung hochhalten und den Druck auf Auw erhöhen, sollte gewonnen werden. Eine Heimniederlage dagegen wäre gleichbedeutend mit dem Abschied des Traums vom Titel.
Bitburg, Sa., 4.5., 19.00h

SG Ralingen – SG Saartal Irsch
Trotz des wichtigen 3:2-Erfolges gegen Kyllburg ist das Team von Irschs Trainer Heiko Niederweis noch nicht am Ziel. Zwar besitzen die Jungspunde aus dem Saartal eine marginal bessere Ausgangsposition als beispielsweise Geichlingen und Schillingen, doch allzu sicher sollte sich das Team noch nicht sein. So wird der Coach die klare Prämisse ausgeben, in Godendorf kompakt zu sein und dann die Nadelstiche nach vorne zu setzen. Mit einem Dreier wäre Irsch praktisch save. Für Ralingen gilt die gleiche Ausgangsposition wie für die Elf aus Leiwen (je 25 Punkte). Ein Sieg ist zwingend notwendig, wenn der Anschluss auf Platz zwölf hergestellt werden soll. Als Katalysator könnte sich das 3:1 im Ruwertal auswirken. Der Sieg könnte weitere Kräfte freilegen und für positive Energie sorgen. In jedem Fall könnte es eine enge Kiste werden. Schon beim Hinspiel-1:1 gab es keinen Sieger.
Godendorf, Sa., 4.5., 19.15h

SG Wallenborn – SV Niederemmel
So ein bisschen ist die Luft raus bei den Wallenbornern. Nach einer grandiosen Hinrunde waren die Vulkaneifeler lange Zeit im Titelkampf involviert, doch allmählich beginnt sich eine Saison am Limit bemerkbar zu machen. Drei Niederlagen aus den letzten fünf Partien zeugen von einem gewissen Kräfteverschleiß und Konzentrationsmängeln. Auf dem ungeliebten Hartplatz in Niederstadtfeld will das Team von Stephan Zimmer wieder an alte Kämpfertugenden anknüpfen. Die Gäste aus Piesport haben nur noch wenige Hoffnungen auf den Klassenverbleib, wollen aber alle Möglichkeiten nutzen, die die Arithmetik bietet. Doch angesichts von elf Punkten Rückstand auf den sicheren zwölften Platz schwinden die Niederemmeler Nichtabstiegshoffnungen. Nur ein Dreier hilft der Mannschaft von Trainer Bernd Reitz.
Niederstadtfeld, So., 5.5., 15.00h (ls)